Textima top, Rackwitz flop (<#field:views#>)

Volleyball, Sachsenklasse West, Regio History Team

30
Okt
2011
Textima top, Rackwitz flop
SV Einheit Borna - TSV Rackwitz
1:3
22:25, 25:20, 13:25, 16:25
Sporthalle Borna-Ost
70 Zuschauer, 91 Spielminuten
SV Einheit Borna - SV Textima Süd
3:0
25:20, 25:18, 25:23
Sporthalle Borna-Ost
70 Zuschauer, 70 Spielminuten

Einheit startete sein Heimspiel mit dem Minimalziel einen Sieg zu erringen. Doch ins geheim wollten die Bornaerinnen natürlich die Heimspielsiegesserie halten. In einem gutklassigen Spiel gegen Textima Süd überzeugten die SVE-Mädels mit einem variantenreichen Angriffsspiel gegen den Sachsenligaabsteiger aus Chemnitz und freuten sich zu Recht über den verdienten 3:0 Erfolg. Im zweiten Match des Tages riss leider der Faden und Rackwitz eroberte mit Angriffsfinten und Meterpässen die Einheit-Festung. Mit diesen Resultaten rangiert Einheit hinter Lichtenstein II, Limbach-Oberfrohna und Rackwitz mit 6:2 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Dem Saisonziel Klassenerhalt ist das Klupsch-Team wieder ein kleines Stückchen näher gekommen.

Rund 70 Zuschauer besuchten am Samstagnachmittag die Sporthalle Borna-Ost, um die Einheit-Mädels in ihrem ersten Heimspiel der Sachsenklasse zu unterstützen. Im Spiel gegen Textima Süd kamen sie voll auf ihre Kosten, denn Einheit präsentierte sich unter Zuspielerin Susan Danz spielerisch stark mit sehenswerten Angriffskombinationen und einem guten Aufschlagspiel. Dabei glänzte Claudia Breitkreuz im ersten Satz mit druckvollen Außenangriffen. Diagonalspielerin Maria Schulze setzte mit starken Hinterfeldangriffen erste Zeichen. Mit einer Leistungssteigerung machte Susann Bonin auf sich aufmerksam. Somit konnte ein 0:4 Rückstand bis zum 15:16 egalisiert werden. Starke Aufschläge von Verena Thomas sicherten den 25:20 Satzgewinn.

Im zweiten Durchgang konnten sich die Wyhrastädterinnen sogar noch steigern und zeigten einen tadellosen Auftritt. Claudia Peim überzeugte im Service mit drei direkten Punkten und zeigte zusammen mit Danz starke Schnellangriffe. Somit ging Einheit ab dem 13:12 uneinholbar in Führung. Schulze und Bonin erhöhten die Durchschlagskraft, zeigten Staffel- und Kreuzkombinationen aus einer organisierten Annahme um Libera Casey Franke. Wichtig war dabei die Steigerung von Verena Thomas, die nun auf Mitte überzeugend agierte. Die Vorentscheidung brachte Schulze mit einer Aufschlagserie zum 24:17. Trotz weniger Eigenfehler von Textima blieben sie chancenlos 18:25 zurück. Ein starker Einheitsatz.

Die obligatorische „Es steht 0:0 Warnung“ von Susann Bonin durfte nach einer 2:0 Führung nicht fehlen. Und sie war nicht unberechtigt. Einheit ließ die Zügel im dritten Satz deutlich lockerer, zum Unverständnis des Trainergespanns Schroth und Franz. Bis zum 13:12 lag Borna mit guten Aufschlägen von Breitkreuz, Schulze und Bonin ständig in Führung, dann erste Schwächen. Claudia Breitkreuz verlor nach einem starken Beginn den Faden. Somit kam Lisa Winkler zusammen mit Christin Bobilow für Peim ins Spiel, um dem Team Sicherheit zu geben. Beide überzeugten sofort mit jeweils zwei Punktgewinnen und sicherten die knappe 20:18 Führung. Im Anschluss servierte Schulze zum 24:21. Zwei unnötige Patzer brachten Textima nochmal auf 23:24 ran, mehr aber auch nicht. In Summe ein starker 3:0 Auftritt gegen ein Chemnitzer Team, das sicherlich nicht zur Bestleistung fand.

Nach ausgiebigem Freudentanz und einem Dank an die Zuschauer ging es in die verdiente Pause. Das strenge Chemnitzer Schiedsgericht setzte den Spielbeginn gegen Rackwitz bereits auf 16 Uhr an, so dass Einheit deutlich zu wenig Zeit für die Vorbereitung blieb. Eine erste Unachtsamkeit unseres Teams, wie sich später herausstellen sollte.

In komplett anderer Aufstellung sollte nun gegen Rackwitz der zweite Tagessieg her. Gleich der erste Ballwechsel prägte das Spiel. Einheit schaffte nach guter Feldabwehr über fünf Anläufe hinweg keinen direkten Punktgewinn. Rackwitz startete mit 5:1 dominanter ins Spiel, konnte den Vorsprung zum 13:9 halten. Einheits Feldabwehr hatte vor allem mit den Meterpässen über die Rackwitzerin Hank und den Angriffsfinten der Außenangreiferinnen zu kämpfen, fanden einfach kein richtiges Mittel. Erst mit Kapitänin Maxi Klupsch im Aufschlag gab es neues Selbstvertrauen, der Satz schien beim 21:22 zu kippen. Ein unnötiger Angriffsfehler beendete alle Träume und Rackwitz sicherte sich den ersten Durchgang mit 25:22. Selbst eine überragende Maria Schulze (+9) und eine angriffsstarke Lisa Winkler (+4) reichten nicht zum Satzerfolg. Dafür waren Block und Feldabwehr zu schwach. Auf der anderen Seite machte Rackwitz lediglich einen Fehler, Einheit hingegen zwölf.

Im zweiten Satz kam Bonin zurück ins Spiel. Einheit lag nun ständig in Führung, schien Rackwitz mehr und mehr in den Griff zu bekommen. Die Sorgenfalten von Trainer Sebastian Schroth bildeten sich zurück, Hoffnung keimte auf. Bonin und Schulze zeigten abermals ein starkes Angriffsspiel, die Fehlerquote sank und Rackwitz wirkte verunsichert. Mit einem ungefährdetem 25:20 stand es nun 1:1.

Unerklärlicherweise startete Einheit schwach in den dritten Satz. Rackwitz führte schnell mit 11:4 und Borna wechselte durch. Breitkreuz kam für Winkler ins Spiel, um neue Akzente zu setzen. Doch das Team fand nicht in den Rhythmus, lag ernüchternd mit 8:18 zurück. Rackwitz in dieser Phase mit einem gefährlichen Aufschlagspiel, zwang Einheit zu sieben Annahmefehlern, eine ungewohnte Situation. Danz und Thomas kamen nun ins Spiel, um für den vierten Satz gerüstet zu sein. Mit 19 Eigenfehlern hieß es logischerweise 25:13 für Rackwitz. Ein bitterer und enttäuschender Satzverlust.

Im vierten Satz sollte es nun die Textima-Formation richten. Doch auch diese siegreiche Konstellation wusste mit der Rackwitz-Spielweise nichts anzufangen. Das Spiel war von Kampf und Einsatz geprägt, aber Übersicht und Cleverness fehlten gänzlich. Hinzu kam der Ausfall von Casey Franke und damit verbunden die Umstellung im Annahmeriegel. Grit Taubert und Lisa Winkler kamen zurück ins Spiel. Einer starken Aktion, die Hoffnung schürte, folgte meist ein individueller Fehler, der Einheit den Siegeswillen raubte. Mit 16:25 gab es einen weiteren deutlichen Satzverlust.

Fazit: Trainer Sebastian Schroth ging mit gemischten Gefühlen in den Samstagabend. Auf der einen Seite sah er ein spielerisch anspruchsvolles Match gegen Textima Süd mit schönen Angriffskombinationen, starken Aufschlägen und einer sicheren Annahme. Auf der anderen Seite herrscht Enttäuschung über den schwachen Auftritt gegen spielerisch keinesfalls überlegene Rackwitzerinnen: „Irgendwie schien nach der ersten erfolgreichen Partie die Luft im Spiel gegen Rackwitz raus zu sein. Die Stimmung im Spielfeld war von Beginn an nicht siegessicher und die Rackwitzer Spielweise überraschte unser Team. Die TSV-Handlungen waren geprägt von Legern und Meterangriffen über die Mitte, sowie unangenehmen Dankebällen. Dafür war unsere Feldabwehr zu träge und ungenau, die Kommunikation stimmte nicht. Auf der anderen Seite hat der TSV ein starkes Spiel geliefert und Trainerin Katja Hummels glücklich gemacht. Die Erfahrung hat sich hier durchgesetzt.“, so der SVE-Coach. Auf Bornas Seite überzeugte einmal mehr Maria Schulze. Nicht nur wegen ihrer Bilanz von +23 Punkten, sondern vielmehr wegen ihres Siegeswillens und ihrer Einsatzfreude. Susann Bonin erlebte nach unbefriedigenden Wochen eine Wiederauferstehung und kann sich über gelungene Angriffsvarianten freuen. Auf einer positiven Welle schwimmt derzeit Claudia Peim. Trotz fehlender Erfahrung machte sie ein überzeugendes Spiel auf Mitte, die Abstimmung passte mit beiden Zuspielerinnen. Zufrieden sein kann auch Verena Thomas. Im Spiel gegen Textima gelang ihr in jedem Satz eine Steigerung mit positiver Ausbeute. Den nächsten Auftritt gibt es am 19.11. gegen Turbine Leipzig.

Es spielten gegen TSV Rackwitz: Susan Danz (C), Maxi Klupsch, Grit Taubert, Verena Thomas, Claudia Peim, Christin Bobilow, Lisa Winkler, Claudia Breitkreuz, Michaela Schneider, Susann Bonin, Maria Schulze und Casey Franke (L)
Es spielten gegen SV Textima Süd: Susan Danz (C), Maxi Klupsch, Grit Taubert, Verena Thomas, Claudia Peim, Christin Bobilow, Lisa Winkler, Claudia Breitkreuz, Michaela Schneider, Susann Bonin, Maria Schulze und Casey Franke (L)