Sachsenligist SG Adelsberg hat eingeladen (<#field:views#>)

Volleyball, Testspiel, Regio History Team

22
Sep
2011
Sachsenligist SG Adelsberg hat eingeladen
SG Adelsberg - SV Einheit Borna
1:3
23:25, 27:29, 21:25, 25:23
Sporthalle am Schloßteich Chemnitz
10 Zuschauer, 88 Spielminuten

Etwas ungeplant hat sich eine weitere Testspielmöglichkeit gegen den Sachsenligisten SG Adelsberg ergeben. Einheit nutze diese Gelegenheit um nochmals gegen einen höherklassigen Gegner zu spielen. Ohne Susan Danz, Grit Taubert und Casey Franke ging es in die Chemnitzer Innenstadt zur Sporthalle Schlossstraße. Durch das Fehlen der etatmäßigen Libera konnte Lisa Winkler im dritten und vierten Satz in diese ungewohnte Rolle schlüpfen und alle Wechsel und Laufwege festigen.

Bornas Coach war gespannt auf die Sachsenligatruppe aus Adelsberg, die im Vorfeld versprach auch im Testspiel immer die vollen 100% zu bringen. Doch das ist leichter gesagt als getan, das kennen die Bornaerinnen aus eigener Erfahrung. Der erste Satz startete wie so oft sehr holprig. Schwache Annahmen liesen keinen geregelten Spielaufbau zu. Adelsberg zog auf 10:2 davon ehe Einheit besser in Fahrt kam. Vor allem Mittelblockerin Verena Thomas erwischte einen schwachen Start, wurde aber hinten raus zur effektivsten Spielerin. Größtes Manko waren die Annahmen und Notbälle, die fast freundschaftlich zum Gegner gespielt wurden. Durch gute Aufschläge und eine hohe Fehlerquote des Gegners ging dieser Satz dennoch mit 25:23 an Borna.

Im zweiten Satz ging es ähnlich weiter. Eine hohe Fehlerquote bestimmte das Spiel, bezeichnend hierfür ist der erste Angriffspunkt des Gegners, der erst beim Stand von 8:6 zu Stande kam! Sehr gut anzusehen waren die Kombinationen von Maria Schulze, der besten Scorerin dieses Satzes. Vor allem ihr Doppelblock zusammen mit Christin Bobilow war für den Gegner unüberwindbar. Auch Verena Thomas konnte ihren Block stabilisieren und mehrfach punkten. Ein weiterer positiver Moment war das Zuspiel von Susann Bonin auf Hinterfeldangreiferin Schulze, die somit einen Satzball abwehrte. Kurz darauf machte Einheit den Sack zum 29:27 zu.

Trainer Sebastian Schroth wechselte jetzt wie geplant durch. Michaela Schneider, Claudia Breitkreuz und Claudia Peim kamen ins Spiel. Und dieser Satz stand im Zeichen der Zuspielerin Maxi Klupsch, die mit drei Zuspielfinten maßgeblich am Satzgewinn beteiligt war. Einen sehr motivierten Auftritt zeigte Claudia Breitkreuz. „Claudi war super aufgelegt, sie kam nach 2 Sätzen topmotiviert aufs Feld und wollte überzeugen und dies tat sie auch!“, lobte ihre SVE-Kapitänin. Eine allein kann aber keine Berge versetzen und so dümpelte das Spiel weiter vor sich hin. Die gegnerische Fehlerquote blieb hoch und so gewann Einheit auch Satz 3 mit 25:21.

Damit wurde zum letzten Durchgang geläutet. Susann Bonin wechselte auf die Diagonalposition und war mit fünf Angriffspunkten und einem Aufschlagwinner die effektivste Spielerin. In der Annahme verlor Breitkreuz den Faden und konnte nicht wie gewohnt zu einem stabilen Spielaufbau beitragen. Der Wille nun auch den letzten Satz noch zu gewinnen hielt sich in Grenzen und so konnte Adelsberg wenigstens einen Erfolg feiern.

Fazit: Weder Adelsberg noch Borna können mit diesem Testspiel zufrieden sein. Spielerisch war es von beiden Seiten ein Armutszeugnis, denn Fehler, Abstimmungsprobleme und Ungenauigkeiten bestimmten das Spiel. Einheit agierte sehr unkonzentriert und leistete sich viele Abspielfehler. Damit kam es kaum zu Angriffsaktionen. Einziger Lichtblick war wiederum der Aufschlag, der auch Adelsberg vor Probleme stellte. Stark zeigte sich diesmal auch der Block. Vor allem das Zusammenspiel zwischen Bobilow und Schulze ist sehr zufriedenstellend. Auch Verena Thomas konnte sich im Block enorm steigern. Zum wiederholten Male hinterließ Claudia Peim einen guten Eindruck im Einheitdress. Die neue Mittelblockerin macht große Fortschritte und kann zukünftig tatkräftig unterstützen. Vom Ergebnis her ist die Generalprobe gelungen, jedoch ist Trainer Sebastian Schroth mit der gezeigten Leistung unzufrieden. Die Theorie ist allen bekannt und wir haben lange und oft dafür trainiert. In der Umsetzung fehlt jedoch immer die letzte Konsequenz. Wir stehen richtig zum Ball, verpassen dann aber den richtigen Moment zum Handeln. Hier muss sich jede Spielerin besser konzentrieren und Verantwortung auf dem Spielfeld übernehmen. Eine Woche Zeit bleibt noch, um an der Einstellung zu pfeilen, dann kommt es zum Ligaauftakt gegen Zschopau. Ein guter Start ist wichtig und alle sollten sich dahinterklemmen, damit wir am kommenden Sonntag jubeln können.

Es spielten: Maxi Klupsch (C), Verena Thomas, Claudia Peim, Christin Bobilow, Lisa Winkler, Claudia Breitkreuz, Michaela Schneider, Susann Bonin und Maria Schulze