SVE II mit zwei Gesichtern (<#field:views#>)

Volleyball, Bezirksliga, Herren Hobbyliga

08
Dez
2013
SVE II mit zwei Gesichtern
SV Einheit Borna - SV Lok Engelsdorf
3:0
27:25, 26:24, 25:18
Dinter Schule Borna
25 Zuschauer, 71 Spielminuten
SV Einheit Borna - Turbine Leipzig
1:3
19:25, 25:21, 17:25, 11:25
Dinter Schule Borna
10 Zuschauer, 80 Spielminuten

Unsere Männer von Einheit II boten am Samstag zwei Auftritte, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Und Wodan sei Dank packten sie die Bessere, ja viel bessere Seite zum Schluss aus. So trennte man sich nicht im Bösen. Und da das Böse am Anfang stand, fängt auch der Bericht mit dem Bösen an.

Es begann schon damit, dass einige Spieler nicht die Anfangszeiten kannten, obwohl sie Internet mäßig auf mindestens drei Seiten nachzulesen waren. Erschwerend kam hinzu, dass die Zufahrtswege zur Dinterhalle infolge der Baustelle davor nicht allen bekannt waren.Demzufolge startete Einheit II notgedrungen mit einem Sechser, den es so nicht gegeben hätte. Und trotzdem zog sich dieser Sechser mit 19:25 achtbar aus der Affäre. Danach wurde logischerweise umgestellt und überraschte Turbine gleich zu Anfang mit einem 6:0.Die Jungs um ihren Kapitän und Trainer Sven Heimpold erholten sich zwar, konnten jedoch nicht verhindern, dass Borna diesen Satz 25:21 nach Hause brachte. Was dann allerdings folgte, lässt sich auf dieser Plattform schwer in Worte fassen. Anstatt diesen Satzsieg zu nutzen und nun richtig Gas zu geben, ließ man sich erst mit 17:25 demütigen und beging im vierten Satz mit 11:25 sogar noch Selbstmord. Das zum hässlichen Gesicht.

Dass es auch anders geht, bewies die alte VSG-Truppe auf wundersame Weise im zweiten Spiel gegen den Tabellendritten, den alten VSG-Rivalen SV Lok Engelsdorf II. Es wurde eine hart umkämpfte Partie, was zu erwarten war, da es in der Vergangenheit immer so war und Neukirchen bis auf einen 3:2 Sieg im Frühjahr 2011 die letzten Jahre immer verlor. Ob es an den neu hinzugekommenen Einheitkoryphäen Loll und Frank S. als Zuschauer lag weiß man nicht, aber wie der berühmte Phönix aus der Asche erhob sich eine Mannschaft an diesem Tage, der es nach dem ersten Spiel keiner mehr zugetraut hätte. Nicht nur, dass Borna II von Anfang an ebenbürtig mitmachte und im ersten Satz ständig in leichter Führung lag. Nein, der Satz wurde auch, nachdem die Führung beim 24:24 dahin war, doch noch mit 27:25 zurückgeholt. Jetzt war wieder richtig gute Stimmung in der Hütte und es sollte noch dramatischer kommen. Im zweiten Durchgang liefen unsere Männer ständig einem Punkterückstand hinterher. Laufend wechselte der Aufschlag. Anfangs erzielte Borna immer wieder den Ausgleich. Dann erhöhte Engelsdorf auf zwei Zähler Vorsprung. Nach einem kurzzeitigen 16:15 für die Guten hieß es dann wieder 16:18 und 22:23. Als Einheit II dann allerdings aus diesem Rückstand einen 26:24 Satzsieg machte, war der Gegner richtig angeschlagen. Und diesmal rissen sich alle Spieler um ihren Kapitän Sebastian Schroth, der während des Debakels im vierten Satz des ersten Spieles die Nase gestrichen voll hatte, am Riemen, blieben hochkonzentriert, begannen den dritten Satz volles Rohr und legten gleich ein 5:0, 11:2 und 14:6 vor. Das war auch bitter nötig, denn es folgte eine Phase des Schwächelns, in der Engelsdorf fast wieder heran kam. Doch die Einheimischen behielten die Nerven und erholten sich. Als dann aus einem 18:17 ein 22:17 gemacht wurde, waren die Messen gelesen und nach 1h, 11min Gesamtzeit wurde das Match um 16:22 Uhr nach 25:18 damit 3.0 gewonnen. Und damit ist auch endlich die Serie gegen den SV Lok Engelsdorf II gerissen.

Fazit:
Am 7. Dezember spielte sich der SV Einheit Borna II4:3 Sätze und holte drei Punkte. Es hätte durchaus noch ein Pünktchen mehr sein können, wenn man sich im ersten Match nach dem Satzsieg aufs Spielen, anstatt aufs Labern und Meckern konzentriert hätte. Das Potenzial war da. Siehe zweites Spiel.

Geschrieben von: Gert Fischer
Es spielten gegen SV Lok Engelsdorf: Ronny Lachmann; Sebastian Schroth; Olaf Eberhardt; Denny Büttner; Thomas Franz; Frank Rüger; Vincent Siemann und Tom Trampenau
Es spielten gegen Turbine Leipzig: Ronny Lachmann; Sebastian Schroth; Olaf Eberhardt; Denny Büttner; Thomas Franz; Frank Rüger; Vincent Siemann und Tom Trampenau