Kämpferherz zu spät entdeckt (<#field:views#>)

Volleyball, Regionalliga Ost, Regio History Team

21
Nov
2015
Kämpferherz zu spät entdeckt

Zusammenfassung
SV Einheit Borna - L.E. Volleys
0
:
3
19
:
25
14
:
25
22
:
25
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Regionalliga Ost
Glück-auf-Sporthalle Borna
21 Nov 2015
115
Zuschauer
66
Minuten
Zum vierten Heimspiel der Saison reiste mit den L.E. Volleys der Vorjahresmeister nach Borna. Das Team um Trainer Lutz Feichtinger hat sich personell stark verändert und rangiert nach zwei Niederlagen und vier Siegen auf dem fünften Tabellenlatz. Mit einem couragierten Heimauftritt sollte vielleicht eine Überraschung möglich sein. Nach nur 66 Spielminuten stand es allerdings 0:3 aus Bornaer Sicht und die Volleys wurden ihrer Favoritenrolle leider zu deutlich gerecht. Sie glänzten mit einem starken Block und einer kämpferischen Feldabwehr. Unsere Einheit-Damen hingegen spielten viel zu verkrampft und konnten nur im dritten Satz ihre Leistungsfähigkeit zeigen. Mit mehr Mut und einem konsequenterem Auftreten wäre deutlich mehr drin gewesen. Glück im Unglück, denn die Konkurrenz aus Suhl und Gera patzte ebenso, so dass Einheit zwar auf den neunten Tabellenplatz abrutschte, aber weiterhin auf einem Nichtabstiegsplatz steht.

Der erste Satz startete vor 115 Zuschauern mit einem 4:8 Rückstand. Die L.E. Volleys machten vor allem im Aufschlag viel Druck und erzwangen direkte Annahmefehler auf Bornaer Seite. So kam Lisa Winkler schneller als geplant beim 4:10 zu ihrem Einsatz und stabilisierte den Spielaufbau. Beim 11:11 war der Ausgleich geschafft, zu dem Winkler mit erfolgreichen Angriffen beisteuerte. Eine erneute Druckphase der L.E. Volleys um Hauptangreiferin Kathrin Rothe brachte die 17:20 Führung für die Gäste. Die ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und zogen zum 19:25 durch.

Nach einer Berg- und Talfahrt im ersten Satz folgte ein kollegiales Blackout. Trainer Sebastian Schroth nutzte zwei frühe Auszeiten beim Stand von 0:4 und 3:9 zum Aufmuntern. Die Leipzigerinnen ließen nichts anbrennen und stellten einen starken Doppelblock, an dem Einheit mehrfach verzweifelte. Borna schaffte es nicht, die angriffsstarken Sandra Stockmeier und Maria Schulze zu positionieren. Auch die sonst zuverlässige Christin Bobilow fand im Schnellangriff keine passende Lösung. Zudem blieben einfache Leipziger Bälle durch falsches Stellungsspiel und mangelnde Kommunikation ungenutzt. Um neue Kraft und Konzentration zu sammeln kamen beim 11:19 und 12:23 Casey Franke und Lisa Winkler ins Spiel. Auch Verena Thomas erhielt einen Kurzeinsatz. Nach einem schnellen 14:25 für die Gäste hieß es nun neuen Mut sammeln.

Es gab tatsächlich einen Ruck im Team, keiner wollte sich mit dieser Leistung vom Bornaer Publikum verabschieden. Die Zuschauer erlebten nun einen kämpferisch und spielerisch starken Satz ihrer Heimmannschaft. Endlich funktionierte der Block und Leipzig spürte deutlich mehr Gegenwehr. Claudia Breitkreuz, Sandra Stockmeier und Jessika Richter hatten ihre Hände an der richtigen Stelle. Nach einer schnellen 4:0 Führung glichen die Volleys prompt zum 5:5 aus. Dann blieb es eine enge Kiste mit einer immer stärkeren Richter, die viele direkte Punkte beisteuerte. Auf einen 15:17 Rückstand folgte die 18:17 Führung und erstmals schien es so, als wäre ein Satzgewinn oder gar eine Wende möglich. Schulze und Stockmeier wurden jetzt besser bedient und bedankten sich mit knallharten Angriffen. Die Führung wurde bis zum 20:19 verteidigt, ehe die Leipzigerinnen zum 21:22 konterten. Nach einem taktischen Wechsel mit Verena Thomas kam es zum 22:22 Ausgleich. Eine ungenaue Feldabwehr und zwei Annahmefehler später war leider Schluss und die Volleys bejubelten den 22:25 Satz- und damit Spielgewinn.

Fazit: Das heutige Spiel brachte die Erkenntnis, dass die Spiele entschlossener und mit mehr Spielfreude angegangen werden müssen. Die Initialzündung, um gegen schlagbare Leipzigerinnen erfolgreich zu spielen, kam zu spät und somit gingen die L.E. Volleys als verdienter Sieger vom Feld. Der dritte Satz hat bewiesen, dass Einheit mit der richtigen Einstellung mithalten kann. Der Vorjahresmeister wurde dann vor schwierige Situationen gestellt. In der darauffolgenden Spielauswertung wurde beschlossen mit einer guten Trainingswoche und einem engagierten Auftritt am kommenden Wochenende in Gera zu siegen. Jetzt beginnt die heiße Phase, wo es um wichtige Punkte geht. Die Einheit ist nun gefragt, diese Spiele fokussiert und motiviert anzugehen, um die Klasse auch in dieser Spielzeit aus eigener Kraft zu halten. Für unsere kleine Kreisstadt wäre das ein weiterer großer Erfolg. Das Potential dazu ist definitiv vorhanden.

Geschrieben von: Sebastian Schroth
Es spielten: Maxi Klupsch (C), Verena Thomas, Claudia Breitkreuz, Casey Franke, Lisa Winkler, Sandra Stockmeier, Sophia Kinne (L), Maria Schulze, Christin Bobilow und Jessika Richter.
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