Improvisationskünste scheitern an stabilen Erfurterinnen (<#field:views#>)

Volleyball, Regionalliga Ost, Regio History Team

08
Nov
2015
Improvisationskünste scheitern an stabilen Erfurterinnen

Zusammenfassung
SV Einheit Borna - SWE Volley Team II
0
:
3
21
:
25
21
:
25
19
:
25
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Regionalliga Ost
Glück-auf-Sporthalle Borna
07 Nov 2015
130
Zuschauer
81
Minuten
Unsere Damen sind aktuell vom Pech verfolgt. Nachdem die Außenangreiferinnen Claudia Breitkreuz und Sandra Stockmeier nach ihrem Zusammenprall im Weimar-Spiel passen mussten, erwischte es beim Comeback auch Gaby Uhlig. Nach einem komplett umgeknickten Fingernagel musste sie zum Ende des ersten Satzes aufgeben und ins Krankenhaus gefahren werden. Trainer Sebastian Schroth improvisierte und gab den Mittelblockerinnen Jessika Richter und Christin Boblilow die Chance sich auf Außen zu bewähren. Doch das SWE Volley Team aus Erfurt spielte dafür zu stabil und druckvoll. Somit ging der 3:0-Erfolg verdient an die Gäste aus Thüringen. Klupsch & Co haben aus der prekären Situation das Beste gemacht und konnten erhobenen Hauptes vom Feld ziehen.

Vor 130 Zuschauern startete Einheit furios in den ersten Satz. Mit Rückkehrerin Gaby Uhlig, der eigentlichen Libera Lisa Winkler auf Außen und Debütantin Sophia Kinne auf der Liberaposition lief bis zum 18:13 alles nach Plan. Die erfolgreich gestaltete Trainingswoche spiegelte sich direkt auf dem Feld wieder. Aus einer stabilen Annahme um Libera Kinne konnte Zuspielerin Maxi Klupsch vor allem Maria Schulze mehrfach gekonnt in Szene setzen, die sich mit druckvollen Angriffen bedankte. Die Erfurterinnen konnten anfangs nicht Schritt halten und produzierten viele Eigenfehler, vor allem im Aufschlag. Lisa Winkler zeigte auf der Außenposition in Annahme und Feldabwehr eine souveräne Vorstellung, im Angriff setzte Klupsch vorwiegend auf Mitte und Diagonal. Erwähnenswert sind zwei starke Aufschlagserien von Klupsch und Uhlig. Doch dann gab es einen Bruch im Einheit-Spiel. Erste Unsicherheiten machten sich breit und brachten Erfurt zurück in den Satz. Trainer Schroth versuchte den Spielaufbau der Erfurterinnen mit zwei Auszeiten bei 18:15 und 19:18 zu stören, doch Merten und Brabetz spielten ihre Erfahrung immer deutlicher aus. Schroth wechselte mit Casey Franke noch einmal taktisch und Uhlig verlies beim 21:24 verletzungsbedingt das Feld. Verena Thomas kam so zu ihrem ersten Kurzeinsatz. Schlussendlich alles vergebens, Erfurt siegte mit 21:25.

Im zweiten Satz wechselte wie vergangene Woche im Weimar-Spiel Jessika Richter auf die freie Außenposition und mit Klupsch im Service gelang ein Traumstart von 6:0. Der sollte eigentlich Sicherheit geben. Doch Erfurt überholte zügig mit starken Merten-Angriffen und gefährlichen Aufschlägen zum 9:11. Wieder wurde ein komfortabler Vorsprung zu Nichte gemacht. Das Bornaer Spiel wirkte ein wenig zerfahren, die Sicherheit fehlte. Viele Angriffe am Netz konnten durch einen wirksamen Erfurter Block entschärft werden. Im Gegenzug fiel dann der Punkt für die Thüringerinnen. Zwischenzeitlich kam Franke für Richter ins Spiel, um die Annahme zu stärken. Trotz Erfurter Überlegenheit blieb es eine enge Kiste und beim 21:22 war ein Satzgewinn möglich. Mit Merten im Aufschlag war das Volley Team unüberwindbar und gewann auch diesen Durchgang mit 21:25.

Eine letzte taktische Umstellung wurde vollzogen. Christin Bobilow sollte ihr Glück auf Außen versuchen und für mehr Druck im Angriff sorgen. Einheit stabilisierte sich ein wenig und konnte mit einer bestens aufgelegten Libera Kinne immer wieder krachende Angriffe über Schulze entfalten. Klupsch setzte im Spielverlauf zusehends auf Constanze Thomas, die sich jedoch zu selten durchsetzen konnte. Auf der anderen Seite muss die Erfurter Feldabwehr gelobt werden, die spektakulär und mit viel Ehrgeiz verteidigte und selbst aussichtslose Bälle zurückbrachte. Mit Merten und Brabetz hatten die Erfurterinnen um Coach Buchholz bundesligaerfahrene Akteure unter sich, die ihre Chancen immer souveräner nutzten. Trotz gefühlter Erfurter Überlegenheit war auch beim 13:14 noch alles drin. Einheit fiel es nun immer schwerer sich durchzusetzen und so konnte das Volley Team auf 17:20 enteilen. Die Körpersprache zeigte nun eine resignierende Bornaer Mannschaft, die sich mit 19:25 achtbar aus der Affäre zog.

Fazit: Unser SV Einheit Borna hat sich gegen starke Erfurterinnen gut verkauft und das Beste aus der aktuellen Situation gemacht. Der Plan mit Uhlig und Winkler auf Außen und Kinne als Libera schien aufzugehen, ehe ein unerklärlicher Einbruch alles zerstörte. Nach einem 18:13 wurde der restliche Satz mit 3:12 abgegeben. Das war sicherlich ein Knackpunkt in der Partie und spielte Erfurt in die Karten. Nach dem Ausscheiden von Uhlig musste mit Richter und Bobilow improvisiert werden. Beide gaben ihr Bestes, konnten jedoch nicht den notwendigen Druck über Außen erzeugen. Auch die Mitten blieben an diesem Tag unter ihren Möglichkeiten. Klupsch bediente sie oft, jedoch ohne direkten Angriffserfolg. Einzig Schulze konnte sich gewohnt regelmäßig durchsetzen. Trainer Schroth ärgert sich vor allem über die neuerliche Verletzung. Seinen Spielerinnen kann er keinen Vorwurf machen, die haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles versucht. Winkler hat auf Außen eine stabile Leistung gezeigt, Libera Kinne mit einer enormen Stabilität und Einsatzfreude geglänzt. Das Erfurt-Spiel war kein Fokusspiel um den Klassenerhalt. Diese Gegner warten nun in der zweiten Hälfte der Vorrunde und dann zählt es. Bis dahin heißt es fleißig trainieren und auskurieren.

Geschrieben von: Sebastian Schroth
Es spielten: Maxi Klupsch (C), Verena Thomas, Casey Franke, Lisa Winkler, Sophia Kinne (L), Maria Schulze, Christin Bobilow, Gaby Uhlig, Jessika Richter und Constanze Thomas.
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