Gute Leistung reicht nicht zum Satzgewinn (<#field:views#>)

Volleyball, Regionalliga Ost, Regio History Team

20
Sep
2015
Gute Leistung reicht nicht zum Satzgewinn

Zusammenfassung
CPSV Volleys Chemnitz - SV Einheit Borna
3
:
0
25
:
22
25
:
14
25
:
17
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Regionalliga Ost
SH Forststraße
19 Sep 2015
220
Zuschauer
70
Minuten
Am Samstag startete endlich die neue Regionalligasaison und der Auftaktgegner hieß ausgerechnet CPSV Volleys Chemnitz. Das neuformierte Team setzt sich aus sechs Zweitbundesligaspielerinnen, regionalligaerfahrenen Akteuren und Nachwuchsspielerinnen zusammen und ist neben den L.E. Volleys heißer Meisterschaftskandidat. Über kurz oder lang will das Team zurück in die 2. Bundesliga. Entsprechend gestaltete sich auch das Rahmenprogramm. Begrüßt wurden unsere Bornaerinnen mit einem kleinen leckeren Buffet in der Kabine (belegte Brötchen, Obst, Süßigkeiten – vielen Dank an den CPSV für diese nette Geste) und in der Halle sollten nach und nach bis zu 220 Zuschauer eintreffen, die vom Hallensprecher unterhalten wurden. Auch die 15 angereisten Einheit-Fans untersützten unsere Bornaerinnen bei dieser schweren Aufgabe. Coach Sebastian Schroth hatte nur sieben Spielerinnen im Aufgebot, darunter Neuzugang Melanie Noll, die eigentlich die zweite Mannschaft verstärken soll und aus dem Trainingslager mit Gert Fischer anreiste. Damit war alles angerichtet für ein erlebnisreiches Spiel.

Das Rahmenprogramm, zahlreiche Zuschauer und eine starke Chemnitzer Mannschaft sorgten für einen nervösen Start unserer Bornaerinnen. Erst nach einem 0:6 Rückstand konnten sie sich mehr und mehr befreien und den Satzrückstand begrenzen. Einheit zeigte starke Rettungsaktionen und setzte darauffolgend im K2 Akzente. CPSV-Teammanagerin Monique Furchner bestätigte nach dem Spiel den beeindruckenden Kampfgeist der Gäste. Nach einem 18:24 kam Einheit durch starke Aufschläge von Claudia Breitkreuz sogar auf 22:24 ran, doch dann beendete ein missglückter Angriffsversuch alle Träume von einem Satzgewinn.

Im zweiten Satz starteten Klupsch & Co schon viel besser. Aus einem 2:0 wurde jedoch schnell ein 3:6. Jessika Richter setzte danach den Chemnitzer Annahmeriegel enorm unter Druck und nötigte CPSV-Trainerin Dorote Gryka eine Auszeit beim 7:6 ab. In dieser Phase gelangen starke Angriffsaktionen über Maria Schulze und in der Feldabwehr glänzte Christin Bobilow mit unbändiger Einsatzfreude. Der Satz blieb bis zum 12:12 offen und ausgeglichen, ehe Chemnitz einen kleinen Vorsprung zum 14:17 herausarbeitete. Die extrem aufschlagstarke Josephine Brandt brach Einheit das Genick. Aus dieser K1-Situation konnte sich Borna nicht mehr befreien, entweder passierten direkte Annahmefehler oder die Folgehandlungen waren ineffektiv. Etwas enttäuscht musste dieser Satz, indem mehr drin war, mit 14:25 abgegeben werden.

Einheit ging trotz Enttäuschung den dritten Satz konzentriert und entschlossen an. Mit starken Aufschlägen von Sandra Stockmeier gelang eine 5:0 Führung. Der CPSV kam über druckvolle Angriffe von Monique Sohr auf 5:3 ran. Mit einer stabileren Annahme gelangen am Netz über Christin Bobilow starke Schnellangriffe, die Löcher im Chemnitzer Block offenbarten. Auch aus dem Hinterfeld agierten Stockmeier und Breitkreuz sicher und mit Übersicht. Somit führte Einheit auch Mitte des Satzes noch mit 13:11. Aufgrund von Unkonzentriertheiten im Angriff und Aufschlag ging der Druck auf den CPSV flöten und dieser blühte mehr und mehr auf. Beim 15:16 konnten die Gastgeber erstmals in Führung gehen. Anne Herklotz wechselte beim 17:18 zum Aufschlag und setzte Einheit schachmatt. Bis dahin wieder einen sehr guten Satz gezeigt und Schwupps war Schluss. Sieben starke Floats, eine wackelige Annahme und fehlerhafte Angriffe sorgten für das Aus beim 17:25.

Fazit: Jede Niederlage ist irgendwo ärgerlich, doch wenn man sich in den Reihen des CPSV umschaut und viele Zweitligaspielerinnen entdeckt, dann kann man mit diesem Ergebnis ganz gut leben. Im ersten Satz einen 0:6 Rückstand wegsteckt und dann bravourös gekämpft, selbst starke Akzente im Angriff gesetzt und am Ende knapp verloren. Die Sätze zwei und drei bis Mitte des Satzes offen gehalten und ohne Libera eine starke Feldabwehr gezeigt. Das sind alles Fakten, um zufrieden nach Hause zu gehen. Einzig in der Annahme und phasenweise im Angriff müssen wir Abstriche hinnehmen und können damit nicht zufrieden sein. Die große Stärke des CPSV waren die supergefährlichen Aufschläge, die auch anderen Teams das Genick brechen werden. Daran spürt man recht schmerzlich die Chemnitzer Zweitligaerfahrung. Trainer Sebastian Schroth ist mit der gezeigten Leistung recht zufrieden und möchte zwei Spielerinnen hervorheben: „Christin hat heute in Annahme und Feldabwehr einen spektakulären Job gemacht, sie hat sich in jeden Ball reingeschmissen und uns oftmals im Spiel gehalten. Dazu hat sie vorn am Netz gut angegriffen. Und des Weiteren möchte ich Maria Schulze loben. Sie konnte sich im Angriff gegen einen starken Chemnitzer Block oftmals spektakulär durchsetzen und sorgte für staunende Blicke in Chemnitzer Reihen. Auch Jessika Richter hat die Herausforderung in Annahme und Feldabwehr gut bewältigt und dem Druck standgehalten. Leider haben wir im Aufschlag nachgelassen, sonst wäre vielleicht sogar noch mehr möglich gewesen“, fasst der Trainer zusammen. Nun geht die volle Konzentration in Richtung Aufsteiger Suhl. Zu Hause sollen am 27. September 3 Punkte her, um die Mission Klassenerhalt erfüllen zu können.

Geschrieben von: Sebastian Schroth
Es spielten: Maxi Klupsch (C), Melanie Noll, Claudia Breitkreuz, Sandra Stockmeier, Maria Schulze, Christin Bobilow und Jessika Richter.
Kommentare:
20
Sep
2015
16:27

W. S.  

220 Zuschauer? Reschpekt...! Und gute Gastgeber, das hört man gern.
Respekt auch für den doch wohl starken Auftritt der Wyhra an der Chemnitz; vor allem der letzte Absatz klingt absolut beeindruckend (alle lieben Marias Netzknaller!)!
Eins muss man den Frauen vom CPSV lassen: Schöne Trikots haben sie...
Die Tabelle sieht jetzt ein bisschen sch.....lecht aus, die ignoriert ihr bitte vorläufig,
- Vorschlag von Wolfgang, mit Grüßen!

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