Einheit scheitert am VCO und an sich selbst (<#field:views#>)

Volleyball, Regionalliga Ost, Regio History Team

30
Jan
2016
Einheit scheitert am VCO und an sich selbst

Zusammenfassung
VC Olympia Dresden II - SV Einheit Borna
3
:
1
22
:
25
25
:
16
25
:
15
25
:
19
 
 
 
 
 
 
Regionalliga Ost
Sporthalle am Sportgymnasium Dresden
30 Jan 2016
40
Zuschauer
91
Minuten
Unsere Bornaerinnen waren heute zu Besuch in der Landeshauptstadt, um gegen die formstarken VCO-Talente anzutreten. Deren Leistungskurve zeigt in der Rückrunde nach Siegen gegen Weimar und Erfurt steil nach oben. Aus diesem Grund sollte das Match trotz des 3:0 Hinspiel-Erfolgs kein Selbstläufer werden. Nur mit einer Topleistung war heute etwas Zählbares mitzunehmen. Klupsch & Co starteten gut in die Partie, spielten einen souveränen ersten Satz und konnten verdient in Führung gehen. Im weiteren Spielverlauf ging der Spielfaden verloren und die jungen Dresdnerinnen übernahmen das Kommando. Diese spielten fortan aus einer stabilen Annahme mit druckvollen und platzierten Angriffen. Einheit ließ die Überzeugung eines Sieges vermissen und tadelte sich selbst. Nach drei klaren Satzerfolgen der Grochau-Schützlinge hieß es 1:3 aus Einheit-Sicht.

Dabei gab es nach Ankunft in der Sporthalle des Sportgymnasiums Dresden zuerst erfreuliche Nachrichten. Sandra Stockmeier konnte ihre Arbeit schneller als geplant erledigen und reiste mit Familie Pahlig nach. Damit stand Trainer Sebastian Schroth eine gute Alternative im Außenangriff zur Verfügung. Nach einer Daumenverletzung im November war Gaby Uhlig erstmals wieder am Start und sollte die immer noch verletzte Maria Schulze auf der Diagonalposition vertreten. Zum Zuschauen verdammt war die frisch verletzte Christin Bobilow. Der erste Satz startete mit einem 6:1 verheißungsvoll. Mit einer tollen Mannschaftsleistung ging es über die Stationen 16:13 und 19:13 sehr erfolgreich weiter. Maxi Klupsch konnte alle Angreiferinnen bestens bedienen und gemeinsam 15 Angriffserfolge feiern (starker Wert!). Beim 22:20 wurde es noch einmal spannend, ehe der Satz mit 25:22 abgeschlossen werden konnte.

Trainer Sebastian Schroth war hochzufrieden mit der gezeigten Leistung. Dennoch muss angemerkt werden, dass die jungen Dresdenerinnen bisher unter ihren Möglichkeiten blieben. Das sollte sich ab dem zweiten Satz leider ändern. War zu Beginn noch ein leichter Vorteil auf Bornaer Seite zu erkennen (7:5), so steigerten sich die Grochau-Schützlinge immer mehr. Durch einen besseren Block, einer tollen Feldabwehr und straffen Gegenangriffen machten sie es unseren Bornaerinnen immer schwerer direkt zu punkten. So vergrößerte sich der Rückstand von 9:12 auf 12:18. Im Zuge der immer größer werdenden VCO-Führung schwand auf Einheit-Seite der Glaube an einen Erfolg. Unentschlossenheit und mangelnde Absprachen führten zum verdienten Satzausgleich (16:25).

Ein ähnliches Bild zeigte sich im dritten Durchgang. Nach einem schnellen 0:4-Rückstand gelang erfreulicherweise eine 6:5 Führung, ehe sich Anspannung und Ärger Luft verschafften. Eine kurze Auszeit beim 6:7 sollte beruhigend wirken und neu fokussieren. Dresden nutzte diese Schaffenskrise der Bornaerinnen gnadenlos aus. Sie spielten schnörkellos und fast fehlerfrei zum 12:22. Genau wie im zweiten Satz sollte die eingewechselte Sandra Stockmeier für frischen Wind sorgen und den Ausgewechselten Luft verschaffen. Mit einem ernüchternden 15:25 ging es in die Satzpause.

Im vierten Satz begann nun Sandra Stockmeier für Claudia Breitkreuz. Mit neuem Mut sollte der Tie-Break erreicht werden. Nach anfänglich ausgeglichenem Spiel übernahmen die VCO-Talente beim 5:8 erneut die absolute Spielkontrolle. Einheit rannte ständig einem kleinen Rückstand hinterher. Viele Technikreklamationen von Schiedsrichterin Claudia Dittrich taten auf beiden Seiten ihr Übriges. Nach einem hoffnungsvollen Zwischenspurt zum 17:19 gab es zum wiederholten Male einen unnötigen Fehler in der Feldabwehr und beim 17:21 waren alle Messen gesungen. Der VCO finishte mit voller Überzeugung zum 19:25.

Fazit: Das positive Gefühl von Trainer Sebastian Schroth nach dem Donnerstagtraining hat sich leider nicht bestätigt. Der absolut verdiente Satzgewinn wurde mannschaftlich nicht genutzt. Klupsch & Co spielten fortan mit angezogener Handbremse. Im Angriff fehlte es zusehends an Durchschlagskraft und die taktische Marschroute in Block und Feldabwehr wurde aufgegeben. Pingelige Technikauslegung seitens des Schiedsgerichts und Unstimmigkeiten im Einheit-Team taten ihr Übriges. Einheit verpasste somit die Chance auf Tabellenplatz 7 vorzurücken. Ganz im Gegenteil, durch die Niederlage gegen einen Verfolger wurde ein Platz eingebüßt. Einheit ist jetzt Neunter. In Sachen Klassenerhalt bleibt es weiter unverändert bei einem 10-Punkte-Vprsprung auf Suhl. Weiter geht es nun in 14 Tagen mit einem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Dresdner SSV II.

Geschrieben von: Sebastian Schroth
Es spielten: Maxi Klupsch (C), Melanie Noll, Claudia Breitkreuz, Lisa Winkler, Sandra Stockmeier, Sophia Kinne (L), Gaby Uhlig, Jessika Richter und Constanze Thomas.
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