Eine Niederlage, die weh tun könnte (<#field:views#>)

Volleyball, Sachsenklasse West, Regio History Team

08
Okt
2011
Eine Niederlage, die weh tun könnte
SV Lok Engelsdorf III - SV Einheit Borna
3:1
24:26, 25:16, 27:25, 27:25
Sporthalle Czermaks Garten (Leipzig)
30 Zuschauer, 101 Spielminuten

Einheit ging am Samstag, den 8. Oktober, als Außenseiter ins Spiel gegen den letztjährigen Meister aus Engelsdorf und hatte sich zum Ziel gesetzt ein gutes Spiel abzuliefern, auf jeden Fall nicht unterzugehen! Erschwerend kam hinzu, dass mit Maria Schulze und Christin Bobilow zwei Stammkräfte fehlten. Grit Taubert und Claudia Peim sprangen ein, jedoch fehlt ihnen die Spielpraxis auf diesen Positionen. Dennoch blieb ein Hoffnungsschimmer, dass alles gut funktionieren könnte. Nach einer etwas überraschenden Satzführung erarbeiteten sich die Bornaerinnen in jedem weiteren Durchgang einen Vorsprung, hatten im vierten Satz sogar zwei Satzbälle zum Tie-Break. Doch dann machten die Engelsdorferinnen den Sack zu und schickten Einheit mit einer ärgerlichen Niederlage nach Hause. Für den SVE war der Sieg zum Greifen nahe, doch zu Buche steht eine Niederlage, die in der Endabrechnung noch wehtun könnte. Doch die verlorenen Punkte könnten im Nachgang am grünen Tisch gebucht werden, denn die Engelsdorfer Libera ist mit einer falschen Trikotnummer aufgelaufen und somit muss das Spiel nach Landesspielordnung Punkt 4.4. mit 2:0 Punkten, 3:0 Sätzen und 75:0 Bällen für Einheit gewertet werden. Eine Entscheidung des Staffelleiters Marc Stoll fällt Anfang der Woche! Der Sachverhalt ist eigentlich glasklar.

Die Bornaerinnen fanden im ersten Satz besser ins Spiel als zuletzt, liefen dennoch immer einem kleinen Rückstand hinterher. Zuspielerin Susan Danz fand vor allem in Claudia Breitkreuz und Claudia Peim immer einen Abnehmer. Beide zählten zu den besten Spielerinnen des Tages. Vor allem die unerfahrene Miep spielte frei auf und glänzte mit guten Blockaktionen und erfolgreichen Schnellangriffen. Einheit schaffte aus einem 19:22 Rückstand den 23:23 Ausgleich, doch Engelsdorf erkämpfte sich den ersten Satzball. Kapitänin Danz sorgte mit drei Angriffsfinten für Unordnung im gegnerischen Spielfeld, Susann Bonin brachte mit einem druckvollen Diagonalangriff die 25:24 Führung. Ein Fehler von Engelsdorf beendete den ersten Satz zu Gunsten von Borna.

Im zweiten Satz gelang Danz mit starken Aufschlägen die 6:0 Führung, doch Unruhe und fehlende Absprachen brachten Engelsdorf ohne großes Zutun zur 9:8 Führung. Trainer Sebastian Schroth brachte nun Maxi Klupsch im Zuspiel, doch leider ohne Wirkung, Rückwechsel bei 13:22. Es lief nichts mehr zusammen, Engelsdorf gewann mit 25:16 obwohl sie nur vier direkte Punkte erzielten. Die Restlichen 21 waren Bornas Eigenfehler, einfach Wahnsinn!

Ein Wechsel musste her und so begann Susann Bonin nun auf der Diagonalposition und Lisa Winkler rückte in den Außenangriff. Die Eigenfehlerquote blieb hoch, doch im Angriff funktionierte vieles besser. Winkler und Breitkreuz sorgten für zahlreiche Punktgewinne. Unter Beihilfe der Engelsdorferinnen gelang die 22:19 Führung und ein weiterer Satzgewinn war in Reichweite. Doch genau jetzt fehlten die konstanten Größen, um die wichtigen Punkte zu erzielen. Reihenweise wurden Chancen vergeben. Einheit stand beim 25:27 mit leeren Händen da.

Alles war möglich an diesem Tage, der Meister zeigte keinesfalls Bestleistung, Einheit bisher nur zu dumm, dies auszunutzen. Doch eine Chance gab es noch. Grit Taubert startete wieder auf Diagonal, Maxi Klupsch übernahm das Zuspiel. Erneut ein recht guter Start, Einheit führte 10:7 und konnte diesen Minivorsprung bis zum Satzende verteidigen. Zwei Satzbälle beim 23:22 und 25:24 blieben ungenutzt. Es fehlte die notwendige Routine den entscheidenden Punkt zu machen. Sinnbildlich beendete ein Annahmefehler das Spiel zu Gunsten der jungen Engelsdorferinnen, die zwar gut, aber bei weitem nicht meisterlich spielten.

Fazit: Für das Team von Kapitänin Maxi Klupsch war deutlich mehr drin als gedacht. In einem recht munteren und sehenswertem Spiel hat Einheit einfach der konsequente Abschluss gefehlt. Die Mannschaft konnte die kranke Christin Bobilow und die urlaubende Maria Schulze nicht ersetzen. Dabei zeigte Claudia Peim bei ihrem ersten „richtigen“ Ligaeinsatz eine erstaunliche Leistung und ihr kann absolut kein Vorwurf gemacht werden. Dass da noch nicht alles hundertprozentig stimmt ist völlig normal. Super aufgelegt war abermals Claudia Breitkreuz, die als einzige Angreiferin überzeugen konnte. Susan Danz machte ihre Sache im Zuspiel gut, setzte Peim gut in Szene und spielte konstante Außenpässe. Doch auch sie zeigte sich zwischenzeitlich ratlos über Einheits Angriffseffektivität. In Summe haben einfach zu wenige Spielerinnen Normalform erreicht und das wird in der Sachsenklasse eiskalt bestraft. Sehr ärgerlich, denn es hätte der zweite Sieg sein können oder besser gesagt müssen!

Es spielten: Susan Danz (C), Maxi Klupsch, Verena Thomas, Claudia Peim, Grit Taubert, Lisa Winkler, Claudia Breitkreuz, Michaela Schneider und Susann Bonin