Befreiungsschlag gegen Erfurter Nachwuchs (<#field:views#>)

Volleyball, Regionalliga Ost, Regio History Team

19
Mrz
2018
Befreiungsschlag gegen Erfurter Nachwuchs

Zusammenfassung
SV Einheit Borna - SWE Volley Team II
3
:
2
23
:
25
25
:
20
27
:
25
24
:
26
15
:
7
 
 
 
Regionalliga Ost
Glück-auf-Sporthalle Borna
18 Mrz 2018
135
Zuschauer
118
Minuten
Nach vier sieglosen Spielen in fremden Hallen konnten unsere Einheit-Damen am Sonntag einen Befreiungsschlag landen und die Erfurter Talenteschmiede in die Schranken weisen. Genau wie im Hinspiel hieß es am Ende 3:2 für Einheit Borna. Dabei startete das wichtige Heimspiel alles andere als berauschend. Die Nervosität und Unsicherheit war den Bornaerinnen anzumerken und so gaben sie eine sicher geglaubte 11:4 Führung im ersten Satz noch aus der Hand. Entscheidend für die Erfurter Aufholjagd war die fehlende Durchschlagskraft im Außenangriff. Im Schnellangriff lief es dafür von Beginn an rund und Zuspielerin Maxi Klupsch ging hier mutig zur Sache. Nach dem unnötigen 23:25 Satzverlust sollte es auch im zweiten Satz anfangs nicht besser laufen. Die bis dato gute Annahmeleistung um Libera Alexandra Kulik begann unter stärker werdenden Aufschlägen der Gäste zu leiden und verhinderte ein variables Zuspiel. Nach einem deutlichen Rückstand platzte der Knoten und Einheit holte angetrieben von Claudia Breitkreuz schnell auf. Am Ende hatte Einheit den längeren Atem und zwang Erfurt zu zahlreichen Fehlern im Spielaufbau (25:20). Auch der dritte Satz verlief wechselhaft. Einem deutlichen Bornaer Rückstand folgte eine 22:18 Führung. Erfurt hielt aber tapfer dagegen und erzwang die Verlängerung mit dem besseren Ende für Borna (27:25). Die Entscheidung sollte nun im vierten Satz folgen. Die Berg- und Talfahrt ging auf beiden Seiten weiter und die Führung wechselte des Öfteren. Zur Satzmitte sah beim 13:16 alles nach Tiebreak aus, doch Einheit kämpfte sich mit einem erstarkten Außenangriff um Gaby Woithon und Claudia Breitkreuz nochmal ran. Die sogenannte „Money time“ gehörte eigentlich den Gastgeberinnen, die die finale Chance aus einem Dankeball heraus beim 24:23 ungenutzt ließen, so dass Erfurt um Trainerin Katja Franz die Gunst der Stunde nutzte und den Tiebreak einläutete. Den psychologischen Nachteil steckte Einheit erstaunlich gut weg und auch der 0:2 Rückstand zu Beginn des fünften Satzes sorgte nicht für Unruhe. Maxi Klupsch zeigte nun ihre gewohnte Raffinesse im Aufschlag und lähmte das Erfurter Aufbauspiel. Die Bornaer Damen waren jetzt hellwach und nutzten ihre Chancen zuverlässig. Eine 10:2 Führung ließ die Glückshormone immer stärker sprudeln und der lang ersehnte Sieg wurde immer realistischer. Nach 118 Minuten kannte der Jubel keine Grenzen und der so wichtige Heimsieg war in Sack und Tüten. Mit vier Punkten Vorsprung auf den TSV Leipzig 76, der am Wochenende gegen Meiningen klar mit 0:3 unterlag, sieht die Lage wieder besser aus. Doch noch ist der Klassenerhalt nicht finalisiert. Einheit schließt die Saison am kommenden Doppelspielwochenende ab und möchte spätestens Sonntagabend ausgiebig jubeln.

Fazit: Diese Erfurter Nachwuchsmannschaft ist keine Laufkundschaft und schlägt man nicht einfach mal so im Vorbeigehen! Nach dem unglücklichen Satzverlust zum 0:1 und einem 4:11 Rückstand im zweiten Satz schien die Lage fast aussichtslos. Doch dann fasste sich Claudia Breitkreuz ein Herz und spielte sich mit guten Aufschlägen, starker Feldabwehr und mutigen Hinterfeldangriffen in einen kleinen Rausch und pushte ihr Team zu einer Energieleistung. Jessika Richter und Christin Bobilow arbeiteten auf Mitte unermüdlich und machten beide ein super Spiel mit einem starken Block und sehr guter Quote im Angriff. Zu Recht vertraute ihnen Maxi Klupsch und gestaltete das Spiel damit schnell und unberechenbar für den Erfurter Block. Auch im dritten Satz wurde ein großer Rückstand egalisiert und Maria Mateev spielte sich mit starken Reflexen immer mehr in den Mittelpunkt. Mit zunehmender Spieldauer gelang es meinen Damen sich auch im Außenangriff immer besser durchzusetzen. Gaby Woithon agierte immer gewitzter und nutzte den SWE-Block für zahlreiche Punktgewinne. Auch Claudia Breitkreuz päppelte ihre Killquote auf über 40% nach oben und war im Vergleich zum Beginn nicht wiederzuerkennen. Nach knapp verlorenen vierten Satz wurde der Tiebreak sicher nach Hause gefahren und die punktlose Serie damit endgültig beendet. Ich freue mich sehr, dass wir den Bock umstoßen und mit unseren 135 Fans richtig feiern konnten. Das SWE Volley-Team e.V. hat es uns nicht leicht gemacht und wir mussten jeden Punkt hart erkämpfen. Vielleicht starten wir am kommenden Wochenende nochmal eine letzte kleine Siegesserie. Ich würde mich freuen!

Geschrieben von: Sebastian Schroth
Es spielten: Maxi Klupsch (C), Maria Schulze, Laura Wünsche, Claudia Breitkreuz, Claudia Göbel, Maria Mateev (L), Lisa Heseler, Christin Bobilow, Sandra Stockmeier, Gaby Woithon, Jessika Richter und Alexandra Kulik (L).
Kommentare:
20
Mrz
2018
17:38

gf  

Egal, ob er jetzt Recht hat oder nicht - und vielleicht hat er ja auch recht -
aber - WER IST ALFRED

20
Mrz
2018
16:54

Alfred  

Egal wie schön der Text auch geschrieben ist, für mich spielte Einheit klar und deutlich hinter den eigenen Möglichkeiten.

Die Manschaft wirkte teils hilflos und spielte förmlich gegen die Wand.
Ungenutzte Wechseloptionen förderten die Erschöpfung des Teams und ließen den Gegner, zu viel, frische Luft atmen.
Selbst die Erfahrung einzelner Spielerinnen blitzte zu selten durch.

Fazit: "Ohne Munition, hilft auch die beste Waffe nicht!"




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