Zwischen Genie und Wahnsinn (<#field:views#>)

Volleyball, Bezirksliga, 

01
Mai
2018
Zwischen Genie und Wahnsinn

Zusammenfassung
SV Lok Engelsdorf II - SV Einheit Borna
0
:
3
14
:
25
26
:
28
8
:
25
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bezirksliga
SH 77.GS Leipzig
28 Apr 2018
17
Zuschauer
60
Minuten
Am vergangenen Samstag reiste die zweite Damenmannschaft des SV Einheit Borna zum letzten Spiel der laufenden Volleyballsaison.
Die altbekannte Halle der 77. Grundschule ist wie jedes Jahr Austragungsort des finalen Spieltages.

Dieses Mal hieß der Gegner SV Lok Engelsdorf II. Die junge Mannschaft mit Sonderspielrecht war im Vorfeld schwer einzuschätzen. Zwar konnten sie nicht einen Sieg verbuchen, aber enorme Motivation, laute Fans und ein gewitzter Trainer waren nicht zu unterschätzen.

Punkt 15 Uhr ertönte der Startpfiff. Borna kam gut in das Spiel und setzte sich schnell ab. Über die Stationen 9:6 und 20:13 gewöhnte man sich schrittweise an Lautstärke, Ball und Halle. Kleinere Unstimmigkeiten wurden geklärt und hoch motiviert ging es in Satz 2.

Dieser fand auf der Seite der Fans statt. Lautstarke Sprechchöre, Trommeln und jede Menge Ablenkung forderten ihren Tribut. Engelsdorf blieb dicht hinter Borna und trieb die Mannschaft sogar in eine Nerven zerreißende Schlussphase. Bei einem Punktestand von 22:21 mahnte Trainer Franz seine Truppe zur Vorsicht, dennoch Selbstvertrauen. Doch dies gelang nur mäßig. Über die Stationen 24:24 und 26:26 war kein Sieger auszumachen. Doch dann wechselte Thomas gegen Wolf. Diese war noch nicht wirklich warm und brachte damit nur einen „Abrutscher“ im Angriff zustande. Aber genau dies, sorgte für den entscheidenden Punkt. Mit 28:26 ging auch der zweite Satz auf das Konto der Einheit.
Während die gegnerischen Fans lautstark ein „5-Satz-Spiel“ forderten, entschied man sich in Borna, dass 3 Sätze reichen.

Dementsprechend wurde der dritte und letzte Satz gestaltet. Mit einem Endergebnis von 25:08 ließ man nichts mehr anbrennen. Nach nur 16 Minuten war Alles vorbei und Borna bejubelte seine mitgereisten Fans und sich selbst.

So schön dieser Spieltag begann, so wehmütig endete er doch.
Die Mannschaft wird in ihrer jetzigen Form nicht weiter bestehen. Trainer Thomas Franz der im Juni 2014 das Projekt „2. Damenmannschaft in Borna“ startete, wird sich aus dem Trainergeschehen zurück ziehen.
Ein nicht unerheblicher Teil der Spielerinnen wird sich außerdem von Borna trennen und sich neuen Herausforderungen stellen.

Der aufmerksame Verfolger des Spielgeschehens wird bemerkt haben, dass Borna eine mehr als holprige Saison hinter sich hat. Manchmal fanden sich lediglich 7 Spielerinnen, mal 13 zu den Spieltagen ein. Manchmal stolperte man über imaginäre Staubfusseln, manchmal spielte man bundesligaverdächtig. Manchmal hatte man sich lieb, manchmal wünschte man sich etwas ganz anderes. Doch getreu dem Motto „Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende“, geht es auch in Borna mit dem Volleyball weiter. Der neue Trainer für den Hühnerhaufen bleibt im Namen gleich und heißt damit: Franz Schaffranek. Die verbliebenen Mannschaftsmitglieder formieren sich neu und versuchen natürlich neue Spielerinnen zu gewinnen.

Das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht.
In diesem Sinne: WIR-SIND-EIN-(wenn jetzt auch deutlich kleineres)TEAM

Geschrieben von: Alexandra Deutsch