Verletzungsaufall zerstört Hoffnung vom Doppelerfolg (<#field:views#>)

Volleyball, Sachsenklasse West, Herren I

10
Jan
2018
Verletzungsaufall zerstört Hoffnung vom Doppelerfolg
SV Einheit Borna - TSG Markkleeberg von 1903 II 
3:1
25:22, 25:20, 22:25, 25:18
Dinterschule Borna
25 Zuschauer, 83 Spielminuten
SV Einheit Borna - SV Chemnitz-Harthau
1:3
25:20, 24:26, 18:25, 20:25
Dinterschule Borna
25 Zuschauer, 90 Spielminuten

Gleich am ersten Wochenende im neuen Jahr lud der SV Einheit zum Heimspiel in die Dinterarena. Gäste waren der SV Chemnitz Harthau sowie die TSG II aus Markkleeberg. Natürlich war das Ziel die Tabellenspitze zu verteidigen, gerade weil Textima Süd am Vortag mit einem Sieg in Plauen vorgelegt hatte. Um der weiter steigenden Personalnot mit Ausfällen von Jens Szameitat und Jan Tetzlaff zu entgegnen, feierte Thomas Franz sein Debüt nach längerer Auszeit.

So ging es mit der einzigen Wechseloption im Zuspiel in den ersten Satz gegen Chemnitz. Zu Beginn konnte sich keiner der beiden Kontrahenten deutlich absetzen, sodass sich ein ausgeglichenes entwickelte. Erst gegen Satzende konnte Borna mit druckvollen Aufschlägen und guter Blockarbeit einen Vorsprung herausarbeiten und dann auch den Sack zu machen. Im zweiten Durchgang wollte Einheit von gleich richtig loslegen, doch Harthau hielt mit immer stärkeren Aktionen dagegen. Es entwickelte sich ein richtiger Schlagabtausch, ganz im Sinne eines Spitzenspiels in der Sachsenklasse West. Einheit lief im weiteren Satzverlauf einem kleinen Rückstand hinterher, der gegen Satzende egalisiert werden konnte. Dann verletzte sich allerdings Stefan Wolf bei einer unglücklichen Netzaktion. Damit war der Spieltag für den Diagonaldrescher gelaufen. Einheit musste nun in der entscheidenden Phase mit Zuspieler Olaf Eberhardt auf der Angriffsposition agieren. Irgendwie schienen alle Einheit-Akteure mit dem Kopf beim verletzten Kameraden zu sein, so dass Harthau die Ausgleichschance clever für sich nutzte. Im weiteren Verlauf rannte Borna sofort einem Rückstand hinterher. Der Sechser war in dieser Konstellation nicht eingespielt und Unsicherheiten machten sich bemerkbar. Gegen Ende des dritten Satzes konnte zwar noch einmal aufgeholt werden, aber es fehlte die letzte Konsequenz und Chemnitz ging mit 1:2 in Führung. Nun war Borna absolut von der Rolle. Mit einer schlechten Aufschlagleistung in Kombination mit vielen Eigenfehlern, Nachlässigkeiten im Block und zu wenig Bewegung in der Feldabwehr war Einheit nicht mehr in der Lage das Blatt zu wenden. Harthau holte sich auch den vierten Satz und feierte einen 3:1 Auswärtssieg.

Gegen Markkleeberg musste ein neuer Masterplan her, um wenigstens das zweite Spiel akzeptabel zu gestalten. Nachdem die Enttäuschung des ersten Spiels halbwegs überstanden war, stand dieser dann fest: Zuspieler Olaf Eberhardt sollte André Apel auf der Liberoposition vertreten. Dieser sollte erkennen, dass Angriff die beste Verteidigung ist und sein Glück im Außenangriff versuchen. Dort wiederum ersetzte er Thomas Niemetz, der für den verletzten Stefan Wolf die Diagonalposition übernahm. Großer Vorteil: Einheit konnte mit drei aktuellen oder ehemaligen Liberos in der Annahme agieren. Die Hauptangriffslast sollte auf Niemetz liegen, doch auch unser Libero-Angreifer verwandelte seine Chancen zuverlässig. In den ersten beiden Sätzen kamen wieder relativ enge und umkämpfte Ballwechsel zustande, die am Ende aber immer gut für Borna ausgingen. Eine deutliche Steigerung gegenüber dem vorherigen Spiel war zwar nicht zu erkennen, aber Markkleeberg vermochte die Bornaer nicht so hart für die Nachlässigkeiten zu bestrafen, wie es Chemnitz tat. Im dritten Satz gingen die Einheit-Akteure das Geschehen dann doch zu unkonzentriert an. Ein wiederum umkämpfter Satz endete dieses mal mit dem Jubel der Markkleeberger. Die Einheit-Herren ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken, rückten wieder näher zusammen, kämpften erfolgreich um jeden Ball und die drei Punkte waren im Sack.

Einheit hat nun schon zum dritten mal in dieser Saison Punkte liegen lassen. Viel ärgerlicher ist jedoch der Wegfall einer wichtigen Stütze des Teams auf und neben dem Feld. An dieser Stelle gehen die beste Genesungswünsche Richtung Diagonalbrecher Stefan Wolf. Umso erfreulicher ist es, dass aus der Not eine Tugend gemacht wurde und zumindest 3 Punkte auf das Konto der Wyhrastädter gingen. Bemerkenswert ist auch, wie alle Einheitler zusammengehalten haben und die geschlagene Bresche weitestgehend schließen konnten. Auf jeden Fall ist der Kampf um die Krone der Tabelle nach diesem Wochenende mehr als offen. Einen sehr großen Dank auch an die zahlreich erschienen Fans, die uns lautstark unterstützten und unser achter Mann waren.

Geschrieben von: Felix Deutscher und Sebastian Schroth
Es spielten gegen TSG Markkleeberg von 1903 II : Sebastian Schroth (C, T), Thomas Niemetz, Matthias Elitzer, Olaf Eberhardt, André Apel, Thomas Franz und Felix Deutscher.
Es spielten gegen SV Chemnitz-Harthau: Sebastian Schroth (C, T), Thomas Niemetz, Matthias Elitzer, Olaf Eberhardt, Andre Apel, Stefan Wolf, Thomas Franz und Felix Deutscher.
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