Unter einer Stunde Spielzeit in die Niederlage gerauscht (<#field:views#>)

Volleyball, Sachsenklasse West, Herren I

16
Feb
2019
Unter einer Stunde Spielzeit in die Niederlage gerauscht
VSV Oelsnitz - SV Einheit Borna
3:0
25:10, 25:17, 26:24
SH Oelsnitz
25 Zuschauer, 57 Spielminuten

Auch dieser Spieltag endet mit SV Einheit Borna und nullkommanull Punkten für das eigene Tabellenkonto. Im Hinspiel konnte Borna einen Sieg gegen die, auch neuerlich machbaren Oelsnitzer, verbuchen. Die Hypothek aus dem Hinspiel war gar nichts wert. Der Vorsatz an diesem Samstag etwas zu reißen und dem VSV kompromisslosen Bornaer Volleyball zu zeigen, misslang gewaltig.

Das Beste mit Erstens: Oelsnitz stellte den Einheitlern die einzige Hallenzeit in dieser Woche zur Verfügung. Borna wollte und musste mit Ball Anlauf für die verpassten Übungsseinheiten nehmen, blieb im Verlauf dieser Woche zuhause trainingsfrei, infolge einer beeindruckenden Rassekaninchenausstellung in der Ostarena. Zweitens: Die erste Einheitführung in diesem Spiel nötigte die Gastgeber bei 04:09 im zweiten Durchgang zu einer Auszeit. Ja, Borna konnte sich einmalig auch eine Satzführung erspielen. Drittens: Die Crunchtime im dritten und letzten Satz 23:23, 24:24 roch nach Bornaer Teilerfolg, doch die Duftmarke hatte keine Nachhaltigkeit. Mit einem Diagonalangriff und einem Doppelblock finishte Oelsnitz selbstbewusst.

Im ersten Spiel des Tages hatte der 1. VV Freiberg gegen die Gastgeber überzeugt und 03:01 Sieg eingefahren. Oelsnitz sah dabei nicht gut aus. Gerade der Libero und die beiden Außenangreifer hatten in der Annahme ihre liebe Not, um verwertbare Bälle dem talentiert jungen Zuspieler Krug zuzuschieben. Einheit Borna nutzte die Zeit, um Oelsnitz zu analysieren und sich auf eine der richtungsweisenden Partien vorzubereiten.

Einheit Borna startete zuversichtlich, wollte den dicken Stempel auf die getrübte VSV Moral draufdrücken. Doch Borna war zu Spielbeginn nur im Geleitschutz unterwegs, kam erst zu Beginn des zweiten Satzes auf Arbeit. Zehn kleine Punkte gingen auf die Klapptafel des Schiris. In der zurückliegenden Viertelstunde klebte das Unheil und Unvermögen wie ein lästiger Kaugummi an den Turnschuhen der SVE Recken. Oelsnitz hielt die weiße Weste und ging im Halbgas zum Teilerfolg. Borna brauchte Ideen, reagierte, musste Unbekümmertheit zeigen, um aus dieser spielerischen Tiefparterre zu klettern. Infolge einer kleinen taktischen Veränderung in der Aufstellung konnte Borna vorlegen und den Vogtländern einmalig die Rücklichter zeigen. Doch es kam wie es kommen musste. Simple Floataufschläge des VSV Zuspielers gaben seinem Team die vermisste Sicherheit zurück und zerlegten den Bornaer Vorsprung. Bornas Durchsetzungskraft und Effektivität verfolgen so schnell, wie sie gekommen waren. Die Spiel- und Körperspannung ging flöten und der Satz über 04:09, 07:09, 15:10, 22:13, 23:15, 25:17 dahin. Nur Mut und mit dem Notwendigen in den dritten Satz!? Keine Raffinese, keine Klasse und zu wenig Mentalität, um den Satzsieg zu holen. Borna war weiter verunsichert und konnte die bewährten Abläufe und Spielzüge nicht aufbauen. Oelsnitz stand immer einen Punkt vorn, um cool zu reagieren und gelassen auf Bornas Teilerfolge zu antworten.

Fazit:
Oelsnitz feiert in einem Quikie Triple den schnellen 3:0 Erfolg, war selbstsicher und nie wirklich gefährdet, da Borna nicht einmal annähernd das Leistungsvermögen abrufen konnte. Einheit wurde verputzt und scheiterte an der überragenden Eigenfehlerquote in allen Elementen. Die Gastgeber mussten in keiner Spielsituation zittern. Borna machte immer einen Fehler mehr als die Konkurrenz, hatte keine Tiefe im eigenen Spiel und verließ geknickt das Vogtland in Richtung Leipziger Tieflandsbucht.

Geschrieben von: Stefan Wolf
Es spielten: Thomas Niemetz (C), Denny Büttner, Andre Manig, Mathias Peitzsch, Tony Scheibner, Jan Tetzlaff, Stefan Wolf.
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