Tanz auf dem Drahtseil (<#field:views#>)

Volleyball, Sachsenklasse West, Herren I

22
Okt
2016
Tanz auf dem Drahtseil

Zusammenfassung
SSV St. Egidien - SV Einheit Borna
3
:
1
25
:
19
14
:
25
31
:
29
29
:
27
 
 
 
 
 
 
Sachsenklasse West
SH Niederlungwitz
22 Okt 2016
20
Zuschauer
108
Minuten
Tanz auf dem DrahtseilEinheit tritt zweimal daneben – schmiert ab, Stegidien hält die Balance und feiert einen Sechspunkteheimspieltag. In Auswertung der kleinen Punkte hat Borna die Nase mit 100:99 vorn.
Die entscheidenden Spielsituationen der Crunchtime gewannen die Gastgeber mit Leidenschaft, mit Fortune wobei einfach alles passte sowie wildem und verwegenem Spiel.

Der Spielverlauf:
1. Satz: 03:03; 09:09; 13:13; 16:16; 23:17; 25:19
2. Satz: 01:02; 06:06; 08:16; 12:17; 13:22; 14:25
3. Satz: 02:02; 06:04; 09:06; 12:12; 15:17; 21:22; 24:24; 26:27; 29:29; 31:29
4. Satz: 02:02; 06:05; 11:07; 13:12; 17:14; 19:19; 23:22, 25:25; 26:26; 29:27

Hüttenzauber am Samstagnachmittag in Glauchau OT Niederlungwitz. SSV St. Egidien lud SV Union Milkau und Einheit Borna ein, war zu großen Taten bereit. Die Tillinger Volleyballer erwärmten sich innerhalb einer Stunde zusammen mit den Milkauern und fidelten souverän 3:0 durch. Einige Fachkräfte wurden für den Einsatz gegen Einheit geschont.

Borna stand mit 12 Einheitspielern in vollem Saft und wollte zwingend Zählbares mit nach Hause nehmen. Trainer Uhlmann konnte aus den Vollen schöpfen und musste zugleich einige Spieler vorerst auf die Bank setzen. Soviel vorne weg. Alle Spieler sollten im Rahmen des 108 Minuten andauernden Matches die jeweilige Einsatzzeit bekommen. In den Sätzen drei und vier wurde die maximale Anzahl der Auswechselungen sogar erreicht. Eine interessante Momentaufnahme, die nicht alle Spieltage zu sehen ist.
Im ersten Durchgang legte Gastgeberkapitän Schulze eine siebener Serie an wechselhaften Aufschlägen beim Stand von 16:16 hin. Borna gelang der Zugriff erst sehr / zu spät. Das 23:17 war auskömmlich genug, um zuerst durch das Satzziel zu laufen. In der Satzpause nahm Uhlmann die Seinen in das Personalgespräch, mahnte an die fünf sinnfreien Netzfehler und strahlte zugleich Zuversicht für den zweiten Satz aus. Und tatsächlich – Egidien begann plötzlich zu schwimmen. Tempovolleyball und Risiko von der Grundlinie aus lieferten die so wichtigen Punkte für Borna. In Satzmitte ging die Fuhre ab. Aus einem 06:06 wurde ein 06:16. Die Egidier schwammen in der Feldabwehr, deren Ballverteiler hatte es schwer und die Angriffe wurden abgeklemmt oder gingen ins Leere. Ein völlig konträres Bild zum ersten und den letzten beiden Sätzen. Stegediens Trainer Albert zog die Reißleine und brachte drei Spieler von der Bank, um Luft für den dritten Durchgang zu holen. Borna stellte dagegen zum 1:1 um. Der Ausgleich - Alles auf Anfang. Der Pausenzauber wirkte. Im dritten Durchgang riss der Bornaer Faden wieder durch, der im zweiten Umlauf so ergebnisorientiert zusammengeknüpft wurde. Keine cool versenkten Einheitbälle, zumindest zu wenige davon, Egidien hatte immer eine Hand oder ein Körperteil zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Stelle und brachte die Dinger irgendwie auch noch zielgerichtet hoch. Beeindruckend. Selbst umfangreiche personelle Umstellungen auf allen Positionen, außer Libero, brachten keinen durchgreifenden Erfolg – vielmehr nur ausreichend, um an den Gastgebern haften zu bleiben. Satzgewinn Nummer Zwei mit 31:29 für Egidien. Auch im letzten Durchgang wahrliches ein Kopf-an-Kopf Rennen beider Mannschaften, zum finalen Erfolg der Gastgeber oder Auswärtspunkt für Einheit Borna. Punkt schreibt sich mit fünf Buchstaben und ist manchmal doch ein Kunstwerk. Besonders im Falle der Tillinger Verteidiger und Angreifer. Mit Bornaer Legern war nix zu holen. Einheit musste Vollgas gehen, um die Feldverteidigung zu stören. Die Tillinger fingerten die lockeren Bälle heraus und holten zum großen Wurf aus. Zum Satzende über 25:25; 26:26; 29:27 jubelte SSV St. Egidien über die wertvollen drei Punkte, zusätzlich zum Milkauerfolg. Einheit drehte frustrierte ab und glüht auf den kommenden Heimspieltag Anfang November. Borna Ende.

Fazit:
Volleyballkrimi ohne Happy End. Ein schönes Spiel, ein spannendes Spiel, hätte auch ein 3:1 Erfolg für SV Einheit Borna werden können. Doch die flinken Tillinger verteidigten ihr Heiligtum mit sensationeller Feldabwehr und kachelten die gesicherten Einheitbälle zurück. Borna zog in der zweiten Welle meistens den kürzeren Halm war schlicht zu statisch. Die Bornaer Blockdisziplin war grottig, viele Faktoren die einen Erfolg nicht zuließen.

Gratulation an die Gastgeber , ein knapper, allerdings hoch verdienter Erfolg. SV St. Egidien grüßt nach vier Spielen mit drei Siegen von der Tabellenspitze. Borna mit zwei Siegen aus vier Spielen taucht im Mittelfeld auf Platz fünf ab.

Besten Dank an unseren Doc und die Spielerfrauen von Andre, Matze und Felix zur Spielfeldrandbetreuung.

Geschrieben von: Stefan Wolf
Es spielten: Thomas Niemetz (C), Sebastian Schroth, Matthias Elitzer, Steffen Bender, Stefan Wolf, André Apel (L), Felix Deutscher, Tommy Gerlach, Jan Tetzlaff, Olaf Eberhardt, Jens Szameitat, Michael Gerth und Karl Uhlmann (T).
Kommentare:
23
Okt
2016
11:22

Sebastian  

Leider haben wir je einen Satzball im dritten und vierten Satz nicht genutzt. Das Spiel hätte ebenso auch andersrum enden können. Es war ein sehr intensives und gutklassiges Spiel, habe ich bisher selten erlebt in der SKW.

23
Okt
2016
10:45

GF  

Wenn man schon mal mal nicht mit fährt.
Als ich vorige Saison dabei gewesen bin, habt ihr die Karre nach einem 0:2 noch rumgebogen.
Aber ich kann eben nicht überall sein.
schluchz, schluchz
Ich musste halt beim Volleybaer den seinen Sechzigsten nachfeiern. Und das ging schon nachmittags um fünfe los.

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