Damen I: Sie haben Ihr Ziel erreicht - Pokalviertelfinalrunde gegen TSV Leipzig 76 III und L.E. Volleys III (<#field:views#>)

24
Jan
2020
Sie haben Ihr Ziel erreicht - Pokalviertelfinalrunde gegen TSV Leipzig 76 III und L.E. Volleys III

Samstagmorgen, halb neun - also zu ausnehmend unmenschlicher Stunde - fanden sich die Einheit-Damen in der Sporthalle Dinterschule ein. Es stand das Viertelfinale im Bezirkspokal an, und wir erwarteten zeitig Gäste. Also flugs Netzanlage und Catering aufgebaut, drei Liter Kaffee in den Schlund gekippt und Motivationsmusik aufs Ohr. Es fanden sich auch ein paar Zuschauer des vormittäglichen Sportprogramms... vielen herzlichen Dank dafür, dass Ihr Euren Frühstückstisch für uns verlassen habt.

Zunächst stand uns die dritte Mannschaft des TSV Leipzig 76 gegenüber, die im Ligabetrieb in der 2. Bezirksklasse aufschlägt. Mit Blick auf den Klassenunterschied war unser Ziel eindeutig... die eigenen Stärken klar ausspielen und gewinnen. Die Umsetzung des Plans gestaltete sich allerdings schwieriger als gedacht, hatten wir doch erneut damit zu kämpfen, ins Spiel zu finden. Zwar brachte uns Taubert mit starken Aufschlägen 8:2 in Führung, doch ließen wir bereits im Laufe des ersten Satzes den TSV durch viele fahrige Aktionen unsererseits wieder gefährlich nahekommen. Beim Stand von 23:24 hieß es gar Satzball für die Gäste, bevor wir diesen Satz dann doch mit 26:24 für uns entscheiden konnten. Auch Satz zwei verhieß nichts Gutes... bis zum Stand von 5:11 liefen wir den gegnerischen Aufschlägen und unserer eigenen Form hinterher. Wieder war es Taubert, die an der Grundlinie die Nerven behielt und den Bornaer Karren zum 17:11 aus dem Dreck zog. Der TSV kämpfte wacker weiter, musste sich letztlich aber 17:25 geschlagen geben. Und auch den dritten Satz konnten wir dank verbesserter Aufschlagquote und zunehmend funktionierender Abstimmung für uns entscheiden.

Nach der Pflicht kommt die Kür, und die hieß in unserem Fall L.E. Volleys III. Am Ende der vergangenen Saison trennte uns nur ein kleiner Tabellenpunkt, der aber folgenschwer war. Während wir den Weg in die Bezirksklasse antreten mussten, durften die L.E. Volleys-Damen in der Bezirksliga verweilen. Mit einigen personellen Veränderungen und bereits langfristig auf Trainersuche kämpfen sie dort aktuell um die vorderen Plätze. Ein starker Gegner also... eindeutig das Bonusprogramm... alles kann, nichts muss. Und plötzlich waren auch wir voll da, wie angeknipst. Der Bornaer Sechser (plus Libera) lief wie eine gut geölte Maschine, und es entwickelte sich eine umkämpfte, sehenswerte Partie mit starken Punkten auf beiden Seiten. Kurz vor Satzende rauschte die Diagonalangreiferin unserer Gäste ins Netz und verletzte sich dabei leider schwer (Gute Besserung an dieser Stelle!). Die L.E. Volleys mobilisierten nun alle Kräfte, um den Verlust auszugleichen und brachten den Satz mit 26:24 ans rettende Ufer. Ein wirklich knappes Ergebnis, das durchaus auch andersherum hätte ausgehen können. Während die gegnerische Seite kämpferisch in den zweiten Satz weiterzog, herrschte bei uns mehr Aufregung. Ruckzuck lagen wir 0:5 hinten, wurden die erste Auszeit und der einzige mögliche Wechsel erforderlich. Zwar sorgte Michael am Aufschlag für den Ausgleich zum 5:5, doch unsere Gäste spielten nun ihr Können aus und servierten uns mit 25:16 ab. Satz drei dann mit veränderter Bornaer Aufstellung und Moral... bis zum 5:5 noch knapp, dann zunehmender Vorsprung für die Einheit-Damen... 8:6, 12:9, 18:13 und schließlich 25:18! Voller Zuversicht, auch den vierten Satz zu holen, gingen wir in die nächste Runde, hatten jedoch die Rechnung ohne die L.E. Volleys gemacht, die nun wieder voll aufdrehten. Bei uns war die Luft raus... zu viele Fehler, zu viel Aufregung, zu viele Diskussionen mit dem Schiedsgericht... 10:25 war das traurige Ergebnis des letzten Satzes.

In der anschließenden Partie gewannen die L.E. Volleys souverän gegen den TSV. Somit sind auch wir eine Runde weiter und dürfen uns über den Einzug in die Final Four freuen.

Fazit:
Wir haben das Minimalziel erreicht, was in Anbetracht des überschaubaren Kaders erfreulich ist. Und das unglaublich geile Gefühl aus den Sätzen eins und drei des zweiten Spiels, wenn einfach alles läuft und Du Deine Mitspieler fühlst, nehmen wir mit in die nächsten Partien.

Schon an diesem Wochenende sind wir wieder gefordert und wollen in Liebertwolkwitz wichtige Punkte für die Tabelle holen... mit Spiel, Spaß und Spannung!
Es spielten: Lungwitz, Michael, Franz, Kranz, Deutsch, Ahrendholz, Roberger, Taubert

Geschrieben von: Lena Michael
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