Pokalaus gegen den SSV St. Egidien (<#field:views#>)

Volleyball, Sachsenpokal, Herren I

17
Dez
2016
Pokalaus gegen den SSV St. Egidien
L.E. Volleys IV - SV Einheit Borna
1:3
17:25, 25:21, 19:25, 20:25
SH Leplaystraße, 04103 Leipzig
30 Zuschauer, 86 Spielminuten
SSV St. Egidien - SV Einheit Borna
3:1
25:23, 18:25, 26:24, 25:21
SH Leplaystraße, 04103 Leipzig
30 Zuschauer, 105 Spielminuten

Erneute Niederlage gegen angeblich kaum motivierte Egidier. Wie schon im Ligabetrieb schenkten sich beide Teams nichts. Einzig Bornas zweiter Satz reparierte die Sünden des ersten Durchgangs. Danach ging der SSV aus sich heraus und der SVE ging in sich. In Auswertung der der kleinen Punkte hatte der Tillinger Sechser diesmal die Nase vorn, 94:93. In den Sätzen drei und vier spielte sich der Unterschied beider Mannschaften erneut in der Crunchtime aus. Die entscheidenden Spielsituationen meisterte der Sachsenklasseprimus mutig und frech.
Im zweiten Spiel gegen die L.E. Volleys IV rehabilitierte sich Borna ohne Lampenfieber. Allerdings war die Chose angespannt und entspannt gleichermaßen.

1.Spiel SSV St. Egidien – SV Einheit Borna
Der erste Durchgang war eine Katastrophe. Borna lieferte eine erschreckende Bilanz im Aufschlag und mit einfachen Netzberührungen ab. Damit gingen elf Zähler ohne ein Zutun auf das SSSV Konto. Mühsam ging Borna mit, doch mit dieser Vielzahl an Schnitzern kann ein Satz nicht gewonnen werden. Völlig zurecht ging dieser Durchgang (25:23) flöten. Der zweite Durchlauf verlief besser. Borna zeigte ein anderes Gesicht, verbesserte sich im Aufschlag und fand zurück in das Spiel (18:25). Nach dem zweiten Seitenwechsel wurden die Tillinger wieder frecher. Intelligente Aufschläge zum einen und straffe Diagonalangriffe schlugen immer wieder ohne eine Blockberührung auf dem Einheitfeld ein. In der Endphase des dritten Satzes (20:19, 23:21, 24:24, 26:24) zeigten die Gegner Courage, reagierten gelassen und stellten zum 2:1 Satzvorsprung um. Auch der vierte Durchgang ähnelte sich dem dritten Umlauf. Verlässliche Spielzüge auf beiden Seiten. Doch zum Abschluss (17:18, 19:19, 24:19, 25:21) litt Einheit Borna unter Bewegungsarmut. Die Feldabwehr war offen wie ein Scheunentor und die trockenen Automatismen im Spielaufbau funktionierten überhaupt nicht mehr. Lethargie in den SVE Reihen, endlich Abpfiff und Tschö.

2.Spiel L.E. Volleys IV – SV Einheit Borna
L wie Leistung und L wie Leipzig. Beides hatte Einheit vor der Brust. Der Bezirkspokalsieger hatte den ersten Bodenkontakt auf landesweiten Spielniveau. In erster Linie mussten beide Mannschaften die Sicherheit und den Rhythmus finden. Einheit legte despektierlich über 06:11 und 12:20 vor und war auch bis zum Satzende (17:25) stets in Front. Bornas Trainer Uhlmann forderte die Seinen in der Satzpause zu schnellen und konsequente Aktionen. Doch seine Worte hatten wenig Nachhaltigkeit. Seine Jungs stellten die Ohren auf Durchzug und gingen zurück auf das Parkett. Jetzt waren die Heldenstädter auf der Überholspur. Ohne zu blinken gelangen die wichtigen Punkte in der finalen Satzphase (03:03, 09:08; 13:12, 19:19, 22:19, 25:21). Die Pausenpredigt saß und Borna musste wieder zurück finden und den Gegner vor Probleme stellen. Einfache Abläufe mussten her, um Spaß, Selbstvertrauen und Freude zurück zu holen und das Spiel zu entscheiden.Die Abwehrreihe stand jetzt fest, die Nachsicherung dichter die Offensive jodelte die Bälle rein. Das dritte Viertel verlief in konsequenten Spielweise der Einheitakteure. In steter Führung wurden erfolgreiche Punkte eingespielt (02:04, 04:10, 08:15, 14:19, 19:25). Dennoch wurden auch im letzten Durchgang zu viele Leipziger Punkte geduldet. Borna hielt zwar den Spielpuls oben, stand wieder hinten dicht und kam nach vorn schnell heraus, doch Trainer Uhlmann musste zweimal (13:14, 19:21) unterbrechen. Er holte mit den Auszeiten zum Feinschliff aus und insistierte auf die Bornaer Skills um den Satz zu finishen. Gerade die zweite Pauke korrigierte die Bornaer Einstellung. Nach richtigen und wichtigen Aktionen spülten sich Leistungspunkte zum 20:25 und 1:3 Sieg ein.

Fazit:
Erstmal im vierten Sachsenpokaljahr geht Einheit Borna nach der ersten Runde baden. Die Moral von dieser Geschichte: „Wer die entscheidenden Bälle gewinnt, der gewinnt auch die Spiele.“ Gegen Egidien war wieder nichts zu holen. Moralisch ein Treffer. Eine Chance für eine Kerbe im Tillinger Holz besteht noch im neuen Jahr. Borna lädt Mitte Januar zum Heimspieltag ein. Erstmal geht’s am 07.01.17 scharf. Drei Wochen Spielpause sind lang genug. Dann muss Tex her.
Die Leipziger Gastgeber schlugen sich wacker. Glänzen mit guten Ansätzen und spielten auch im dritten Tagesspiel gegen den SSV St. Egidien eine solide Partie (1:3). Vielleicht klappt es mit dem Aufstieg in die Sachsenklasse West für die kommenden Saison. Einheit wünscht maximale Erfolge.

Besten Dank an die Schiriunterstützung durch Lena und Suse.

Geschrieben von: Stefan Wolf
Es spielten gegen L.E. Volleys IV: Thomas Niemetz (C), Karl Uhlmann (T), Felix Deutscher, Matthias Elitzer, Olaf Eberhardt (L), Tommy Gerlach, Michael Gerth, Stefan Hein, Jens Szameitat, Sebastian Schroth, Jan Tetzlaff, Stefan Wolf.
Es spielten gegen SSV St. Egidien: Thomas Niemetz (C), Karl Uhlmann (T), Felix Deutscher, Matthias Elitzer, Olaf Eberhardt (L), Tommy Gerlach, Michael Gerth, Stefan Hein, Jens Szameitat, Sebastian Schroth, Jan Tetzlaff, Stefan Wolf.
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