Damen I: Mit Zähnen und Klauen - Heimspieltag gegen SV Reudnitz und L.E. Volleys III (<#field:views#>)

07
Mai
2019
Mit Zähnen und Klauen - Heimspieltag gegen SV Reudnitz und L.E. Volleys III

Showdown in Borna am letzten Spieltag der Saison!
Als Gäste erwarteten wir die Damen des SV Reudnitz sowie der L.E. Volleys III, Letztere ein Mitbewerber um einen der verfügbaren Abstiegsplätze. Wir waren heiß wie Frittenfett!
In der ersten Partie des Tages galt es, dem SV Reudnitz zu zeigen, dass wir mehr draufhaben, als bei unserer kläglichen Performance im Hinspiel aufs Parkett gebracht. Das Vorhaben gelang zunächst nur bedingt: wir liefen im ersten Satz jeweils ein paar Punkte hinter den Gegnerinnen her, versuchten uns zu finden und mussten dann doch bei 18:25 aufstecken.
Satz zwei dann eine Demonstration der Bornaer Aufschlagsstärke in Form von Vollstreckerin Kranz. Mit sagenhaften 11 Zählern verwandelte sie einen 1:5-Rückstand in die 12:5-Führung, brachte Reudnitz zum Verzweifeln und zweimal in die Auszeit. Die Stimmung auf Bornaer Seite war bombastisch, die Konzentration blieb oben, und so ließen wir unserem Gegenüber kaum eine Möglichkeit, noch einmal entscheidend einzugreifen. Reudnitz arbeitete sich zwar zum Stand von 16:13 heran, doch Taubert erhöhte wieder auf 20:13. Wenig später machte Michael bei 25:14 Schluss. Nimm das, Ligadritter!
In Satz drei waren wir wild entschlossen, den Vorsprung zu halten und uns den ersten Punkt des Tages zu sichern. Wir legten zum 7:1 vor, behielten den Vorsprung bei 11:6, 14:10, 16:13, 17:15, 18:17. Schließlich holte uns Reudnitz doch ein und dämpfte unseren zwischenzeitlichen Höhenflug beim Stand von 25:23.
Auch im vierten Satz gelang uns lange kein Zugriff. 0:5 hieß die vernichtende Anfangsbilanz, bevor der Bornaer Sechser endlich wieder warmlief, zum 16:16 ausglich und kurz darauf mit 21:16 führte. Doch auch unsere Gäste waren noch nicht fertig, wollten noch ein Wörtchen mitreden und kamen bei 21:21 erneut in Schlagweite.
So ging es Kopf an Kopf dem Ende des Satzes entgegen, bevor wir diesen denkbar knapp mit 26:24 für uns entscheiden konnten.
Mit dem Einzug in den fünften Satz war schonmal der Wiedergutmachung Genüge getan, nun sollten auch zwei Punkte auf unser Konto wandern. Bis zum Stand von 10:10 gelang es uns, noch einmal die Kräfte zu mobilisieren, dann ging uns die Puste aus. Reudnitz machte kurzen Prozess und bei 10:15 den Sack zu.
Wir verarbeiteten derweil verschiedenste Gefühle... Stolz, weil wir gegen den Tabellendritten einiges ausgepackt hatten... Ernüchterung, weil da - wie schon so oft - noch mehr möglich gewesen wäre.
Doch das alles entscheidende Spiel erwartete uns jetzt. Bei einem Dreipunkte-Sieg gegen die L.E. Volleys III wäre der Klassenerhalt gesichert, egal was Markkleeberg III im parallel laufenden Auswärtsspiel beim SV Reudnitz II veranstalten würde. Doch die gerade absolvierten fünf Sätze saßen in den Knochen, die Glieder waren schwer wie Blei, die Köpfe vernagelt.
Die ersten beiden Sätze waren ein Graus für jeden Liebhaber des gepflegten Volleyballs, denn beide Seiten boten wenig Schönes. Das glücklichere Ende konnten die Gäste aus Leipzig für sich verbuchen und sicherten sich die Sätze 1 und 2 mit 26:24 und 25:23. Das saß!
Doch an Aufhören war nicht zu denken, wir MUSSTEN endlich punkten, um uns noch die eine kleine Chance auf den Klassenerhalt zu bewahren. Also wurden sämtliche Sprüche aus der Motivationskiste geholt, und endlich, endlich kam Bewegung in die Bornaer Hälfte.
Es entspann sich ein wahrer Kampf um den dritten Satz. Zwar konnten wir mehrmals ein paar Punkte in Führung gehen, doch gaben auch die L.E. Volleys den Satz nicht ohne Weiteres verloren und hielten dagegen. Bis zum 26:26 wurde geackert, bei 27:26 die kleine Vorentscheidung, mit 28:26 schließlich das etwas glückliche und doch so unglaublich erlösende Ende für Borna.
Auch der vierte Satz drohte zur Zerreißprobe für die Nerven zu werden: bis zur Satzmitte gelang es keinem der Beteiligten, sich klar abzusetzen. Maximal zwei kleine Punkte lagen unsere Gegnerinnen und wir voneinander entfernt, bevor wir dann doch auf drei bis fünf Nasenlängen zum 19:16 und 22:17 erhöhten und beim Stand von 25:17 Tie-break Nummer zwei des Spieltages ausriefen.
Das Losglück war auf unserer Seite, und auch wir selbst begannen wie die Feuerwehr, ließen mit 5:2, 12:7 und 14:11 nichts anbrennen. Und dann? Ja, dann... den entscheidenden Aufschlag nicht verwandelt, den Faden verloren, die Nerven gleich mit, den Satz mit 15:17
hergeschenkt!
Schluss, Ende, Aus. Und nach der Nachricht, dass Markkleeberg III klar gegen Reudnitz II gewonnen hat, bedröppelte Gesichter auch bei den L.E. Volleys.
Fazit
Dieser Spieltag fasste noch einmal die komplette Saison zusammen: ein stetiges Auf und Ab zwischen überlegenen Auftritten und Kompletteinbrüchen, flatternden Nerven, Nerven aus Stahl, glücklichen Fügungen, verpassten Chancen... Das alles überspannende Motto: Da wäre deutlich mehr drin gewesen!
Doch gilt es auch zu bedenken, welche Veränderungen die Mannschaft bewältigt hat. Da blieb fast kein Stein auf dem anderen. Und so ist das Ergebnis nicht verwunderlich und trotzdem äußerst schade.Glücklicherweise gibt es so einige Lichtblicke. Mit einem sehr übersichtlichen Kader sind wir in die Saison gestartet, nicht sicher, ob wir die Spieltage überhaupt sinnvoll abdecken können. Mittlerweile haben wir zu einer Einheit gefunden, die es nun weiter zu stabilisieren gilt.
Ein ganz großer Dank geht an Franz Schaffranek, der das Experiment gewagt hat, uns auf der Trainerposition zu bändigen. Das war ein hartes Stück Arbeit, lieber Franz, doch ohne Dich hätten wir gar nicht erst angefangen. Danke auch an Thomas Franz, dass er uns ab Mitte der Saison wieder ordentlich Feuer unterm Hintern gemacht hat. Wir weisen jedoch darauf hin, dass wir keinen Ersatz für zerbrochene Stifte und Klappen leisten.
Zu guter Letzt Danke an alle im Team für die gemeinsam verbrachten Samstage, die super Verpflegung zu unseren Heimspielen und für alle Organisationsfeinheiten rundherum.
Aber das Allerwichtigste ist natürlich ein RIESENDANK an unsere kleine Spitzenauswahl an Fans. Ihr wurdet auf so manche Probe gestellt, was Ausdauer und Auge angeht, und seid doch immer noch an unserer Seite. Danke, danke, danke!
Wir verabschieden uns aus dieser langen und durchwachsenen Saison und nutzen die nächsten Wochen, um uns zu erholen und den Sommer zu genießen.
Ab Juli steigen wir wieder in den Ring, denn Erfolg ist eine Frage des Willens!!!
Wir sind - EIN TEAM!

Es spielten: Thomas, Lungwitz, Michael, Franz, Roberger, Kranz, Danz, Deutsch, Eisele, Taubert

Geschrieben von: Lena Michael
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