Kurz und Schmerzlos (<#field:views#>)

Volleyball, Sachsenklasse West, Herren I

13
Apr
2019
Kurz und Schmerzlos

Zusammenfassung
Sportverein Reudnitz e.V. III - SV Einheit Borna
3
:
1
24
:
26
25
:
11
25
:
11
25
:
19
 
 
 
 
 
 
Sachsenklasse West
SH Humboldt-Gymnasium Leipzig
13 Apr 2019
15
Zuschauer
76
Minuten
Ähm ja – das letzte Spiel in der Sachsenklasse ist rumgebracht. Borna konnte trotz Erfahrung, Fitness, sportlicher und geistiger Frische, sowie Talent und ausgetüfftelter Taktik nichts aus dem Reudnitzer Revier entführen. Ohne die Gummiveggies gibt es keine Punkte.
Im ersten Satz war Reudnitz nach einem 03:08 Rückstand gefordert, konnte sich nicht mehr vorbeipirschen. Borna schloss knapp vor dem Ziel mit einem Erfolgsangriff ab. In Satz zwei und drei nur noch Bornaer Volleyballgewürge. Einheit verlor den Spielfaden. Beide schnellen Satzverluste führten nach einem gesteigerten vierten Satz zu einem unweigerlichem Heimsieg der Reudnitzer Gastgeber.





Ein verlegener Blick auf das Spielprotokoll aus Einheitsicht:
1. Satz: 07:02; 08:03; 10:05; 15:12; 16:15, 21:20; 23:23; 24:24; 26:24
2.Satz: 01:01; 03:07; 04:12; 05:13; 06:20; 10:22, 11:25
3.Satz: 01:06; 02:08; 04:11; 05:14; 07:22; 08:23, 11:25
4.Satz: 03:02; 05:03; 08:09; 12:11; 16:16; 18:21, 19:25

Das Einheitteam war an diesem Spieltag in low low lowperformance unterwegs. Beide Stammzuspieler verhindert, drei Außenangreifer unterwegs bzw. verletzt. Weitere Optionen im Verlauf der Woche geprüft, doch nicht nutzbar. Deshalb musste aus der Not die T(J)ugend her. Libero Toni Scheibner auf die verantwortungsvolle Außenangriffposition und Nachwuchshoffnung Max Rohrberg auf die Schlüsselposition des Regisseurs. Der RSV hatte im ersten Spiel die Hennersdorfer Mannschaft 3:0 vernascht und wollte mit gleichem Ergebnis auch die Einheitspieler nach Hause schicken. Bereits vor dem Match war klar, dass die spielerische Rettung nicht mehr möglich und der erste Abstiegsplatz nicht mehr anzugeben ist.

Borna spielte von Beginn an im Rahmen der Möglichkeiten, hatte Spaß, Grundordnung, Spielwitz und konnte unerwartet des ersten Satz wuppen. Zuspieler Max Rohrberg wurde so weit wie möglich im Stellungsspiel unterstützt. Den Rest erledigten seine Mitspieler und der Gegner. Reudnitz war übersichtlich gelaunt. Der letzte Bornaer Angriff über die hohe Zwei an den RSV Block gefingert, den Satz zugemacht. Hurra … Einheit Borna zufrieden und froh, dies Bedarf unbedingter Erwähnung.
Nach dem Seitenwechsel ging plötzlich nichts mehr. Einheit Borna ging in 33 Minuten mit 22:50 unter und bekam außerordentlich auf die Sportmütze. Die Ballannahme war eine Katastrophe. Mit jedem verkorksten Ding wurde Reudnitz selbstbewusster und sicherer von der Grundlinie aus. Fassungslosigkeit, kein Spielaufbau, null Kompetenz, einfach ein echter Klassenunterschied.
Borna musste sich jenen Klassenunterschied aus dem Fell schütteln. Mittelblocker Mathias Peitzsch rückte auf die Außenposition um Dampf zu machen und Toni Scheibner auf Mitte. Diese kleine Veränderung des Annahmebildes sorgte für das notwendige Etwas. Einheit Borna marschierte und funktionierte jetzt besser in Glauben und Mentalität. Jeder Punkt war besser als gar keiner. Bis zur Satzmitte war SVE Borna auf Kurs. Doch Reudnitz hatte etwas dagegen, zog mit Aufschlägen und Tempospiel an. Bornas letzter Angriff flog über Außen vier ohne Feindberührung in das Seitenaus. Schluss, Ende, Sense Sachsenklasse West.

Zusammenfassung:
Einen Satz gewonnen, wie so oft in dieser Saison, am Ende leider keine Punkte für die Tabelle.
Die Saison war lang und endet nach zwei Heimsiegen im letzten Heimspieltag mit zwei Niederlagen in der Fremde. Die Pleite gegen den Reudnitzer SV II geht in Ordnung. In zu wenigen Momenten war Borna in der Lage Gefahr auszustrahlen. Der Gegner mit einer unbekümmert, lockeren und leichten Art im Spaziergang, erzielte immer wieder Wirkungstreffer die Einheit faltig aussehen ließen. Gerade im vierten Durchgang, als die Bornaer Form wieder stimmte, waren die Gastgeber in der Lage noch ein Schippchen drauf zu legen und spielbestimmend zu bleiben.

Max Rohrberg hat seine Aufgaben eigenverantwortlich erledigt, kann sich die Spielpremiere in das Poesiealbum schreiben und zufrieden sein. Danke, er allein sicherte die Spielfähigkeit der Einheitmänner.

Geschrieben von: Stefan Wolf
Es spielten: Mathias Peitzsch, Toni Scheibner, Jan Tetzlaff, Max Rohrberg, Thomas Naumann, Stefan Wolf (C).
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