Damen I: Halle vor Magdeburg und Borna (<#field:views#>)

28
Aug
2017
Halle vor Magdeburg und Borna

Auch das 5. Glück-auf-Turnier um den Wanderpokal des Betonwerk Bad Lausick war ein voller Erfolg. Das Starterfeld war sehr ausgeglichen, so dass es viele spannende und hart umkämpfte Ballwechsel gab. Der haushohe Favorit aus Dresden landete zum Schluss nur auf Platz 6, sah das Ganze aber locker und leicht vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass der halbe Stammkader fehlte. Einen Erfolg gab es dennoch für den DSSV. Zuspielerin Reni Duschik wurde zur besten Spielerin des Turniers gewählt und erhielt neben einer Flasche Sekt ein Fell vom Rotwild, welches aus der Zucht von BBL-Geschäftsführer Joachim Czichos stammt. Auch der Geheimfavorit Dresdner SC II konnte sich nicht wie erwartet durchsetzen. DSC-Trainer Peter Hesse fehlten diverse Stammkräfte, so dass es am Ende nur für den 4. Platz reichte. Immerhin wurde der Regenschirm-Hattrick umgangen und es gab Handtücher als Preis. Der Kampf um den Turniersieg war spannend bis zum Schluss und wurde in der letzten Spielrunde auf allen drei Feldern ausgetragen. Schlussendlich sicherte sich der USV Halle den Turniersieg 2017, vor dem USC Magdeburg und unseren Bornaerinnen. Damit wurde das von Trainer Sebastian Schroth ausgegebene Turnierziel „Podestplatz“ souverän erreicht. Über den Tag verteilt fanden zahlreiche Zuschauer den Weg in die Glück-auf-Halle und sahen hochklassigen Volleyball. Oberbürgermeisterin Simone Luedtke fand zur Eröffnung die passenden Worte und Hallensprecher Thomas Michael sorgte für eine gute Unterhaltung. Dank des Hauptsponsors Betonwerk Bad Lausick, zahlreicher Helfer im Catering, entscheidungsfreudiger Schiedsrichter, vieler Organisatoren und der Koch- und Backkünste unserer Mädels haben wir ein super Turnier auf die Beine gestellt. Congratulations!!!

Das erste Spiel gegen den Regio-Aufsteiger Lichtenstein startete ausgeglichen mit vielen taktischen Legern seitens des SSV. Starke Lichtensteiner Aufschläge und eine schwache Bornaer Annahme ließen das Grieshammer-Team stabiler erscheinen und so ging der erste Satz mit 23:25 an die Gäste. Nach dem Wechsel agierte Borna druckvoller im Aufschlag und Libera Maria Mateev stabilisierte den Annahmeriegel. Trotz weiter vorhandener Ungenauigkeiten konnte sich Einheit immer wieder über Ina Wildführ und Sandra Stockmeier durchsetzen, so dass der zweite Satz mit 25:22 an Borna ging.

Gegen den späteren Turniersieger USV Halle zeigte Constanze Thomas eine hohe Netzpräsenz im Block und bei Schnellangriffen. Bei weiter vorhandenen Annahmeproblemen half das allerdings nicht. Ungenauigkeiten zwangen Maxi Klupsch zu einem einfachen und lesbaren Spielaufbau. Nach einem 9:16 hieß es am Ende 18:25 für Halle. Zu Beginn des zweiten Satzes wurde Borna stabiler, doch Halle dominierte mit 5:9 weiter. Beim 20:19 nahm Einheit Schwung auf und punktete effektiv über Thomas und Stockmeier. Mit dem 25:22 gelang der verdiente Ausgleich.

Nach der Mittagspause wartete der große Turnierfavorit Dresdner SSV. Einheit bekam die K1-Situation endlich in den Griff und sorgte für viel Druck im Aufschlag. Der gegnerische Spielaufbau wurde gestört und die körperlichen Vorteile des DSSV kamen beim 5:1 und 13:8 nicht zum Tragen. Sehenswerte Kombinationen vor allem über die Mitte sicherten den 25:21 Satzerfolg. Einheit blieb auch im zweiten Satz stabil in der Annahme und kampfstark in Block und Feldabwehr. Über ein 10:6, 17:13 und 25:17 gelang ein Überraschungssieg.

Gegen den Außenseiter Dippoldiswalde zeigten die Bornaerinnen weiter einen stabilen Spielaufbau, jedoch wurde nicht so fokussiert vorgegangen wie gegen den DSSV. Trotz unbeweglicher Feldabwehr konnte der Satz über ein 9:5 und 20:16 mit 25:19 gewonnen werden. Im zweiten Satz zeigte Einheit immer wieder starke Angriffe, agierte jedoch nicht stabil genug, um sich abzusetzen. Starke Blockarbeit und eine Aufschlagserie von Woithon führten zum 25:16 Satzgewinn.

Das Spiel gegen den USC Magdeburg startete mit starken Aufschlägen und einem sehenswerten Kombinationsspiel zum 11:7. Zuspielerin Klupsch baute zunehmend auf Woithon, die sich immer wieder mit Longline-Angriffen durchsetzen konnte. Die Feldabwehr um Libera Mateev arbeitete besser und starke Angriffe auf allen Positionen führten zum 25:15. Magdeburg startete im zweiten Satz mit einer starken Aufschlagserie und spielte einen nahezu fehlerfreien Satz. Borna findet nicht richtig ins Spiel und verliert deutlich über 1:5 und 15:19 mit 19:25.

Im letzten Spiel des Tages ging es um den Turniersieg. Einzige Chance für Einheit waren zwei klare Satzgewinne. Der Plan schien gegen den Dresdner SC II aufzugehen. Die Hauptstädterinnen wackelten und ließen Borna über ein 15:8 zum 25:15 Satzgewinn kommen. Danach agierte Borna nicht mehr so konsequent und der DSC zeigte einen klasse Spielaufbau mit druckvollem Abschluss. Über ein 1:5, 5:11 ging der zweite Satz mit 16:25 deutlich an Dresden.

Fazit von Trainer Sebastian Schroth: Nach den mäßigen Testspielen gegen Markkleeberg und Reichenbach zeigten meine Mädels heute eine große spielerische Steigerung. Noch wichtiger waren jedoch die richtige Einstellung im Turnierverlauf und eine super Turnierorganisation. Das war überzeugend. Mit dem dritten Platz können wir sehr zufrieden sein und das vorgegebene Ziel Podestplatz wurde erreicht. Genau wie im letzten Jahr war der Turniersieg im Bereich des Möglichen. „Aller guten Dinge sind drei“ lautet dann das Motto zum kommenden Glück-auf-Turnier.

Endstand

1. USV Halle (9:3, +32)
2. USC Magdeburg (8:4, +37)
3. SV Einheit Borna (8:4, +27)
4. Dresdner SC 1898 II (7:5, +15)
5. SSV Fortschritt Lichtenstein (5:7, -21)
6. Dresdner SSV (4:8, -17)
7. TuS Dippoldiswalde 1992 (1:11, -72)

SV Einheit Borna: Maxi Klupsch (C), Ina Wildführ, Laura Wünsche, Claudia Breitkreuz, Kelly Ofiera, Claudia Göbel, Maria Mateev (L), Christin Bobilow, Sandra Stockmeier, Gaby Woithon, Jessika Richter, Constanze Thomas und Alexandra Kulik (L).

Geschrieben von: Sebastian Schroth und Tim Reichenbach
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