Gut ist gegen Electronic nicht gut genug (<#field:views#>)

Volleyball, Regionalliga Ost, Regio History Team

03
Dez
2017
Gut ist gegen Electronic nicht gut genug

Zusammenfassung
SV Einheit Borna - SG Erfurt electronic
0
:
3
19
:
25
21
:
25
17
:
25
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Regionalliga Ost
Glück-auf-Sporthalle Borna
03 Dez 2017
120
Zuschauer
82
Minuten
Zum Weihnachtsheimspiel in Borna ist die SG Erfurt electronic ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und konnte einen klaren Auswärtssieg verbuchen. Obwohl Einheit vor 120 Zuschauern ein gutes Spiel zeigte, hat es gegen den wohl besten Regionalligaaufsteiger aller Zeiten nicht zu einem Satzgewinn gereicht. In der Art und Weise wie die SG in Borna aufspielte, kann sie sogar dem Staffelfavoriten aus Dresden gefährlich werden. Geht es nach Trainer Sebastian Schroth, so ist deren Aufbauspiel sogar noch einen Tick variabler und druckvoller als beim Dresdner SSV. In Ansätzen war das Drittligavolleyball. Zum Schluss nützt das alles nix. Sportlich gesehen war heute nicht viel mehr drin, das muss auch der Einheit-Fan anerkennen. Meisterlich waren hingegen das weihnachtliche Kuchenbuffet mit vielen Leckereien und die winterlichen Rahmenbedingungen mit Schneefall zum 1. Advent. Der Weihnachtsmann war auf Wunsch der Team Manager in der Halle zu gegen und hatte für jeden Zuschauer eine kleine Überraschung parat. Trotz neuerlicher Niederlage verbleibt Einheit auf dem achten Tabellenplatz und hat kommende Woche die letzte Chance in der Hinrunde zu punkten. Dann geht es zum Tabellensechsten SWE Volley Team Erfurt II. Electronics nistet sich mit diesem Sieg hinter dem Dresdner SSV in der Tabellenspitze ein.

Allein die körperlichen Maße des Gegners ließen nichts Gutes ahnen. Viele Erfurterinnen waren mit Volleyballgardemaßen ausgestattet und hatten hier schon mal klar die Nase vorn. Gäbe es in der Regionalliga eine MVP-Wahl, so hätte Trainer Schroth mit der Erfurterin Minks eine leichte Wahl gehabt. Selten spielte sich bisher eine gegnerische Spielerin so in das Gedächtnis des Bornaer Trainers. In der Annahme präsentierte sich die Außenangreiferin enorm stabil und am Netz punktete sie mit harten Driveschlägen nach Belieben. Nur einmal konnte Claudia Göbel mit einem lupenreinen Block entschärfen. Trotz eines variablen und druckvollen Aufbauspiels hatten die Gäste auch Schwächen. Vor allem in der Annahme mussten sie öfters längere Wege gehen und schwierige Angriffssituationen meistern. In diesen Momenten war Borna am Ball und zeigte viele sehenswerte Aktionen, die den SG-Trainer Cao zu Auszeiten zwangen. Auf Bornaer Seite war es vor allem Claudia Breitkreuz die mit ihren taktisch klugen Aufschlägen diese winzige Schwäche des Gegners zu nutzen wusste. Der unglückliche 0:4 Start wurde seitens Borna schnell korrigiert. Nach dem Ausgleich zum 9:9 zog Erfurt auf 9:12 davon. Dann kam Breitkreuz ins Spiel, die sich mit der schlagkräftigen Sandra Stockmeier sehr gut ergänzte und ihre Qualitäten im Aufschlag, Annahme und Hinterfeldangriff sehr gut einbrachte. Gaby Woithon setzte viele Akzente im Block und zeigte einen straffen Longlineangriff in die Erfurter Feldabwehr. Beim 13:13 sahen die Bornaer Fans umkämpfte und teilweise spektakuläre Ballwechsel beider Teams auf hohem Regionalliganiveau. Leider fiel dann die Konzentration ab und Einheit leistete sich unnötige Fehler, die Erfurt mit 15:17 in Front brachten. Durch Aufschlagserien von Möckel und Minks war der Drops im ersten Satz zum 19:25 gelutscht.

Im zweiten Satz erwischte Einheit den besseren Start zum 6:1. Borna spielte jetzt auf anspruchsvollem Niveau und konnte sich immer wieder clever durchsetzen. Der Block stand mit Jessika Richter und Woithon immer besser und machte es Erfurt schwerer. Die Annahme um Libera Alexandra Kulik kam stabil nach vorn und K2-Libera Maria Mateev wehrte auch harte Angriffe Erfurts zielgenau ab. Das ermögliche gewinnbringende Schnellangriffe über Christin Bobilow und Dankeballkombinationen mit Göbel. Durch ein stabiles und mutiges Auftreten des SVE lag dieser auch beim 15:14 noch in Front. Doch wieder sollten zwei Aufschlagserien von Heber und Kresse auf Erfurter Seite alle Träume vom Satzgewinn begraben. Trotz guter Leistung ging auch der zweite Satz mit 21:25 an die Gäste.

Im dritten Satz erhöhte Erfurt gleich zu Beginn den Druck und ließ Einheit mit 1:5 alt aussehen. Doch statt die Flinte ins Korn zu werfen stemmte sich Einheit gegen einen klaren Satzverlust und spielte mutig nach vorn. Die eingewechselte Breitkreuz brachte ihr Team mit starken Aufschlägen auf 10:10 ran. Einheit blieb auf Augenhöhe und mit der frischen Constanze Thomas verstärkte sich nochmals die Blockabwehr. Mit einer kämpferischen Spielweise war auch beim 14:14 noch alles drin. Mit Minks und Nemitz im Aufschlag fiel dann die zu erwartende Vorentscheidung. Erfurt seilte sich ab und finalisierte zum 17:25.

Fazit vom Trainer Sebastian Schroth Man muss neidlos anerkennen, dass Erfurt ein Klasse für sich ist. Gegen einen solchen Gegner kann man in der Regionalliga als Team mit weniger Möglichkeiten auch untergehen. Das haben wir erfolgreich verhindert und waren in allen drei Sätzen bis Satzmitte ebenbürtig, auch wenn man immer das Gefühl hatte, dass Erfurt noch einen Gang höher schalten kann. Im Bereich der 15 Punkte ließen dann jeweils Mut und Konzentration nach und die Sätze kippten recht schnell zu Erfurter Gunsten. Weiterhin konnten wir unsere Aufschlagstrategie nicht durchweg umsetzen und spielten nicht immer klar strukturiert. Es kam zum Satzende hin immer wieder zu unübersichtlichen Spielsituationen. Dennoch haben wir das heute zum großen Teil sehr gut gemacht. Erfurt musste für diesen Sieg doch recht viel investieren. Das Feedback der Zuschauer war durchweg positiv und das ermuntert uns für die kommende Woche. In Erfurt gegen das SWE Volley Team II wollen wir mit einer guten Leistung punkten, am besten dreifach. Bis dahin geben wir im Training ordentlich Gas und bereiten uns gut auf das wichtige Auswärtsspiel vor.

Geschrieben von: Sebastian Schroth
Es spielten: Maxi Klupsch (C), Claudia Breitkreuz, Kelly Ofiera, Claudia Göbel, Maria Mateev (L), Lisa Heseler, Christin Bobilow, Sandra Stockmeier, Gaby Woithon, Jessika Richter, Constanze Thomas und Alexandra Kulik (L).
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