Ernüchterung nach Heimpleite (<#field:views#>)

Volleyball, Regionalliga Ost, Regio History Team

06
Nov
2017
Ernüchterung nach Heimpleite

Zusammenfassung
SV Einheit Borna - TSV Leipzig 76
1
:
3
23
:
25
25
:
12
16
:
25
11
:
25
 
 
 
 
 
 
Regionalliga Ost
Glück-auf-Sporthalle Borna
05 Nov 2017
150
Zuschauer
93
Minuten
Nach einer desaströsen Mannschaftsleistung ist der gelungene Saisonstart endgültig Geschichte und Einheit in der Realität der Regionalliga angekommen. Wenn die Zahnrädchen nicht ineinandergreifen, so kann auch der Tabellenletzte klar in Borna gewinnen. Ungeachtet der Tatsache, dass Leipzig kämpferisch ein starkes Spiel zeigte und nicht wie ein Tabellenletzter auftrat, blieb Einheit dem treuen Bornaer Publikum vieles bis alles schuldig. Bei den sogenannten weichen Faktoren wie Teamgeist, Einsatz, Wille und Zuversicht bleibt nur die Note mangelhaft hängen. Nun heißt es Mund abputzen und die kommenden Wochen fokussierter angehen. Die Saison ist noch lang und vieles noch möglich. Kommenden Sonntag ist Lichtenstein zu Gast in Borna und da wollen sich Klupsch & Co mit einem anderen Gesicht präsentieren. Trotz schlechter Performance bedanken sich die Einheit-Damen bei den 150 Zuschauern für den großen Zuspruch. Mögen sie uns auch in Zukunft so fantastisch unterstützen.

Bereits im ersten Satz deutete sich punktuell das drohende Unheil an. Einheit fand nicht in den gewohnten Spielfluss und konnte den TSV zu selten unter Druck setzen. Dieser wiederum nutzte seine Freiheiten um frech aufzuspielen und vor allem über die Außenbahnen Akzente zu setzen. Einheit hatte beim Stand von 9:10 und 9:13 erste Probleme den Block und die Feldabwehr richtig zu platzieren. Hinzu kamen unnötige Aufschlagfehler und mangelnde Durchschlagskraft im Angriff. Beim 16:20 kam Claudia Göbel für Sandra Stockmeier ins Spiel, um für mehr Stabilität zu sorgen. Doch der TSV hielt seinen Vorsprung mit Überzeugung bis zum 17:22. Danach sorgten Aufschlagserien von Gaby Woithon (20:22) und Jessika Richter (23:24) für Hoffnung, doch den finalen Punkt setzten die Gäste (23:25).

Im zweiten Satz dann verkehrte Welt. Beide Teams schienen wie ausgewechselt und der bisherige Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Einheit agierte nun souverän und druckvoll im Aufschlag und der TSV hatte arge Probleme im Spielaufbau. Hinzu gesellten sich zahlreiche Angriffsfehler der Gäste. Einheit gelang beim 6:3 und 15:7 vieles besser als wenige Momente zuvor. Vor allem die Bornaer Liberas Alexandra Kulik und Maria Mateev leisteten ganze Arbeit. Mit einem 25:12 war dieser Satz schnell Geschichte und der wichtige Ausgleich hergestellt.

Doch der mentale Vorteil konnte leider nicht genutzt werden. Einheit verfiel erneut in Lethargie und Starrköpfigkeit des ersten Satzes. Die Bewegung ohne Ball war mangelhaft, sowohl im Angriff als auch in der Feldabwehr. Zudem gelang es erneut nicht die Bornaer Aufschlagwaffe zu positionieren. Mit einem 0:3 und 3:8 sprintete der TSV davon und zeigte sich von seiner besten Seite. Beim 4:12 kam Claudia Breitkreuz für Göbel ins Spiel. Doch der gewünschte Effekt verpuffte, vielmehr wurden Frust und Unmut geäußert. Dem TSV spielte das in die Karten und es gab eine Longline-Ohrfeige nach der anderen (16:25).

Wer nun dachte, dass es nicht schlimmer kommen könnte, sah sich getäuscht. Der vierte Satz wurde zum Offenbarungseid und dauerte quälend lange 22 Minuten in denen nichts bis gar nichts auf Bornaer Seite zusammenlief. Die anfängliche Zuversicht ging schnell flöten. Auch die Rückwechsel von Göbel beim 1:6 und Stockmeier beim 2:11 konnten nichts mehr bewirken. Der TSV zog ungeachtet seine Bahnen und hinterließ einen Bornaer Scherbenhaufen (12:25).

Fazit von Trainer Sebastian Schroth: Nun ja, was soll man zu diesem Spiel sagen. Besser jetzt eine richtige Ohrfeige als zum Saisonende. Jetzt ist noch Zeit die Weichen in die richtige Richtung zu stellen und zum Flow zu finden den sich alle wünschen. Das Leistungsvermögen beim SV Einheit Borna ist da, um in der Regionalliga zu bestehen. Doch neben der Leistung ist der entscheidende Rest eben Kopfsache. Auf dieser Leistungsebene muss ein gewisser mentaler und körperlicher Invest geleistet werden, um erfolgreich Volleyball zu spielen. Familie, Beruf und Sport gut auszubalancieren ist die große Herausforderung der aktuellen Saison bei allen Beteiligten. Mögen wir in Zukunft die richtige Kombination dieser Faktoren finden.

Geschrieben von: Sebastian Schroth
Es spielten: Maxi Klupsch (C), Ina Wildführ, Claudia Breitkreuz, Claudia Göbel, Maria Mateev (L), Lisa Heseler, Christin Bobilow, Sandra Stockmeier, Gaby Woithon, Jessika Richter, Constanze Thomas und Alexandra Kulik (L).
Kommentare:
07
Nov
2017
13:27

W. S.  

Da muss ich doch mal klarstellen, dass euer größter Fan im nordwestlichen Nachbarland (also ich...;-]) noch da ist.
- Das wird man nicht so schnell nochmal finden: Zwei reguläre Sätze in einem Spiel zu 12 zu gewinnen und zu 11 zu verlieren.
Nach einem erschütternden Spiel hat sich der Trainer einen respektablen Bericht abgetrotzt, das verdient jedenfalls Anerkennung. Dabei hätte die Streicheleinheit für das Publikum durchaus etwas entschiedener ausfallen können, wenn ich mir die regelmäßigen Besucherzahlen so ansehe.
Wie auch immer: Eine Heimspielserie steht an, es kann nur (und wird!) besser werden - für alle Beteiligten, da bin ich mir sicher!
- Wolfgang, mit Grüßen nach Sachsen

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