Emotionaler Höhepunkt „Tschau Matze“ (<#field:views#>)

Volleyball, Regionalliga Ost, Damen I

26
Mrz
2017
Emotionaler Höhepunkt „Tschau Matze“

Zusammenfassung
Dresdner SSV II - SV Einheit Borna
3
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0
25
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11
25
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9
25
:
20
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Regionalliga Ost
Sporthalle am Sportgymnasium Dresden
25 Mrz 2017
40
Zuschauer
63
Minuten
Es folgt ein etwas außergewöhnlicher Spielbericht zum Auftritt beim Tabellenführer Dresdner SSV II. Vorweg gesagt bereitete der haushohe Favorit dem Höhenflug des SV Einheit Borna ein jähes Ende und dennoch wurde es ein Spieltag, der nicht so schnell in Vergessenheit gerät. Dresdens Sympathie-Trainer Matthias Zimmermann tritt einen Schritt kürzer und verlässt die große Volleyballbühne als Headcoach des DSSV. Fortan wird er sich mehr Zeit für die Familie nehmen und als Co-Trainer aus der zweiten Reihe agieren. Demnach teilt sich der Spielbericht in zwei Abschnitte. Einem aus Bornaer Sicht bedeutungslosen sportlichen Teil und einem aus Dresdner Sicht sehr emotionalen zweiten Teil.

Kommen wir zum sportlichen Teil, der sich aus Bornaer Sicht eher suboptimal gestaltete. Der Tabellenprimus konnte in aktueller Bestbesetzung antreten und war durch den äußerst knappen Hinspielerfolg ausreichend gewarnt. Das Bornaer Kämpferherz sollte diesmal nicht unterschätzt werden. So startete der Titelanwärter druckvoll ins Spiel und traf auf eine tapfer kämpfende Bornaer Mannschaft. Nach einem ausgeglichen Spielbeginn wurde durch den DSSV schnell ein Klassenunterschied hergestellt. Dresden spielte aus einem Guss mit platzierten Aufschlägen und einer stabilen Annahme, die es den großgewachsenen Dresdnerinnen einfach machte sich durchzusetzen. Einheit selbst war durch die Ausfälle von Gaby Woithon, Constanze Thomas und Christin Bobilow stark gehandicapt und konnte dies zu keinem Zeitpunkt kompensieren. Der eigene Aufschlag war nicht durchgehend gefährlich und viel zu fehlerbehaftet. Die eigene Annahme hatte mit den gefährlichen Aufschlägen des DSSV zu kämpfen und die SVE-Angreiferinnen fanden gegen eine perfekt arbeitende DSSV-Feldabwehr nicht das entscheidende Mittel sich durchzusetzen. Somit endeten die ersten beiden Sätze mit 11:25 und 9:25 äußerst frustrierend. Vom Höhenflug der letzten Spiele keine Spur. Nach dem 0:2 Satzrückstand änderten beide Teams ihre Startaufstellung. Dresden gönnte Catharina Sahlmann und Maja Hartlich eine Pause und die zweite Reihe kam zum Zug. Trainer Sebastian Schroth brachte Maria Mateev im Außenangriff für die angeschlagene Ina Wildführ. Beide taktische Maßnahmen griffen entsprechend und das Spiel gestaltete sich deutlich ausgeglichener. So konnte Einheit beim 18:16 sogar in Führung gehen. Taktikfuchs Zimmermann wollte nichts anbrennen lassen und leitete den Rückwechsel ein. Die Angriffsmaschine des DSSV arbeitet fortan zielbringender und ließ Einheit beim 20:25 keine Chance. Damit wurde Dresden seiner Favoritenrolle mehr als gerecht und thront weiter vom ersten Tabellenplatz. Am letzten Spieltag wird nun die Entscheidung über den Regionalmeistertitel fallen. Dresden versus Erfurt und Leipzig versus Zschopau lauten die Ansetzungen. Spannender geht es nicht. Leichter Vorteil für die Volleys aus der Messestadt. Emotional haben es aber Matze & Co verdient. Wir drücken die Daumen für das bestmöglichste Ergebnis im Sinne des Volleyballsports.

Wenn ich mir einen Abschied als Trainer wünschen könnte, dann den des sympathischen Trainers des Dresdner SVV II Matthias Zimmermann. Die ganze Angelegenheit war hochemotional und viele Tränen flossen die Elbe hinunter. Dieser Matze ist schon ein Typ. Extrem ehrgeizig und leistungsfordernd auf der einen Seite und doch sympathisch und gefühlvoll agierend auf der anderen Seite. Über die ganzen Jahre war er stets ein fairer Sportsmann, an dem sich viele andere Trainer ein Beispiel nehmen können. Er hat in der zurückliegenden Zeit in Dresden einen tollen Job gemacht, der mit Sachsenmeister- und Sachsenpokalsiegertiteln gekrönt wurde. In dieser Spielzeit besteht nun die große Chance Regionalmeister zu werden, was ich ihm als Trainer des SV Einheit Borna von ganzem Herzen wünsche. Trainer und Spielerinnen bilden einfach eine sympathische Einheit, die es verdient haben dem großen Rivalen aus Leipzig entscheidend Paroli zu bieten. Über die gesamte Saison gesehen haben sie einfach mehr Herzblut in den Volleyball investiert als das Leipziger Pendant. Von daher war es uns auch eine Selbstverständlichkeit das Dresdner Rahmenprogramm zum Abschied eines großartigen Trainers zu unterstützen und die Erwärmung in der Vorbereitungswoche entsprechend umzubauen. Dafür möchte ich ganz herzlich meiner Kapitänin Maxi Klupsch danken, die dafür alles Notwendige vorbereitet hat und die Mannschaft mitziehen konnte dies ansprechend umzusetzen. An dieser Stelle auch ein großer Dank ans Team fürs Mitwirken. Unabhängig der doch so deutlichen Niederlage war es ein emotionaler Höhepunkt, der den Schmerz deutlich schneller abschwellen lässt. Aufgrund des Überraschungscoups des VC Zschopau gegen Meiningen (3:2 Sieg) fällt Einheit vorerst auf den 7. Platz der Regionalliga zurück, hat am 8.4. gegen den VC Gotha jedoch die große Chance den 6. Platz zurückzuerobern. Parallel bestreitet Zschopau das schwere Spiel bei den L.E. Volleys. Alles ist angerichtet für den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte des SV Einheit Borna. Und Matze wünschen wir alles Gute für die Zukunft. Er bleibt dem DSSV als Co-Trainer treu. Das ist gut und richtig so. Auf ein Wiedersehen!

Geschrieben von: Sebastian Schroth
Es spielten: Maxi Klupsch (C), Ina Wildführ, Laura Wünsche, Claudia Breitkreuz, Claudia Göbel, Alexandra Kulik (L), Lisa Wendler, Jessika Richter, Maria Mateeb und Isabelle Erdmann.
Kommentare:
10
Aug
2017
10:57

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27
Mrz
2017
00:09

W. S.  

Schöne Würdigung eines engagierten Sportlers.
Und wenn jemand emotionale Abgänge inszenieren kann, dann die Kapitänin, da gibt es kein Vertun, sie hat es nicht zum ersten Mal bewiesen. Honi soit qui mal y pense.
Beeindruckender Bericht im Übrigen. Zur Liga: Einen Hattrick mit Vieren gibt es nun mal nicht, schade eigentlich (sollte man erfinden - ein "Quadrupel" vielleicht?). Das Ding am 8. April müsstet ihr aber geschaukelt kriegen, es würde zudem die Spielebilanz ausgleichen (Fifty-fifty)!
- Meint Wolfgang, mit Grüßen

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