Einheit werkelt zwei Heimsiege (<#field:views#>)

Volleyball, Sachsenklasse West, Herren I

03
Mrz
2018
Einheit werkelt zwei Heimsiege
SV Einheit Borna - SV Pama Freiberg
3:0
25:17, 25:23, 25:17
Dinterschule Borna
35 Zuschauer, 66 Spielminuten
SV Einheit Borna - Turbine Leipzig
3:0
25:22, 25:17, 29:27
Dinterschule Borna
25 Zuschauer, 71 Spielminuten

Vor Spielbeginn gab der Schnappschuss des heutigen Einheitkaders Auftrieb und Zuversicht. Wechselmöglichkeiten auf Außen-, Diagonal- und Zuspielposition sollten im Verlauf der beiden Spiele notwendigerweise in Stellung gebracht werden. Am Ende des Tages konnten beide Spielergebnisse für SVE Borna nicht besser sein. Zwei zu Null Spielerfolge sind eine Nummer, die in die Tabelle eingetragen wird und die Rückkehr auf Position Zwei erwirkt. Zusätzlich konnte Einheit die Heimbilanz formschön mit sieben Erfolgen aus acht Spielen feiern und sich ordentlich vor dem heimischen Publikum verabschieden. Einzig Chemnitz Harthau II feierte in Borna einen 03:01 Auswärtssieg.

1.Spiel: SV Einheit Borna - Turbine Leipzig
Die Leipziger Ballspieler haben das Abstiegsgespenst im Rücken, konnten lediglich gegen Plauen und TSG Markkleeberg gewinnen. Die Lage für Turbine ist brenzlig. Der letzte Sieg wurde am 18.11.17 gefeiert. Borna musste von Beginn an den Spieltakt vorgeben, startete im K2 bei eigenem Aufschlag mit Debütant Trampenau auf Diagonal, Zuspieler Schroth, Mittelblocker Elitzer / Deutscher und beiden Außenangreifern Niemetz und Tetztlaff. Zunächst klemmte die Säge. Der erste Bornaer Angriff ging ohne Feinberührung in das Aus. Der Folgeangriff über Elitzer erneut ins Aus und eine Fehlannahme führten zum 00:03 für die Gäste. Turbine zeigte sich in dieser Phase völlig angstfrei und zog auf 01:06 davon. Bornas Trainer Schroth forderte konsequentes Spiel, wenig Fehler und den Zug zu dringend benötigten Punkten, ohne Zauberei. Seine Worte zeigten Nachhaltigkeit und der Zwischenspurt zum Ausgleich 08:08 wurde über Deutscher am Aufschlag erfolgreich eingeleitet. Im Anschluss folgte die zweite Defensivphase zum 09:13. Der Druck der Turbinespieler wurde nicht größer, lediglich die Bälle mit Schnitt im Aufschlag angespielt. Borna musste erneut liefern, konnte sich in dieser Phase auf Trampenau mit kurzem Armzug und Deutscher in der Feldabwehr (16:14) verlassen. Turbine blieb haften, glich zum 18:18 aus und ging zum 20:22 in Vorleistung. Eine aktive Reaktion musste her, um den Satzverlauf maßgeblich im Sinne Bornas weiter zu gestalten. Spielerwechsel über Franz für Tetzlaff und Technikfehler von Turbines Zuspieler finalisierten in der wichtigen Phase zum 25:22 Erfolg für Borna. Im zweiten Durchlauf ging Einheit in Vorhand und gab den Vorsprung über 03:01, 05:03, 10:07, 17:10 und 21:17 nicht mehr her. Turbine Leipzig versuchte mit einem Spielerwechsel, sowie Positionswechsel im Außenangriff und Diagonalspiel zu retten. Doch erneute Technikfehler des Zuspielers (Doppelberührung) machten alle Hoffnungen zunichte. Borna nahm dankbar an und tütete den Satzerfolg zum 25:17 ein. Der letzte Satz wurde maßgeblich in der Endphase spannend. Borna zog wieder in Front, konnte mit Niemetzscher Ausnutzung des Hallenraumprofils die gaaaaanz langen Schlingerdinger im Aufschlag zum 13:08 gestalten. Doch plötzlich riss der Spielfaden durch und Borna zeigte Anomalien im Spielaufbau. Erst beim Spielstand zu 13:12 und der Zuhilfenahme des Gegners wurde der Positionswechsel ermöglicht. Bornas halbherzige Attacken und Spielaktionen führten zu einem 20:22 Vorsprung der Gäste. Das gelähmte Spiel sollte durch die Auszeit und Standpauke von Trainer Schroth die Lethargie verlieren und zu alter Stärke zurück finden. Nach der Pause folgten zwei wichtige Punkte über Mittelblock (Deutscher) und Außenangriff auf 3m Arbeitshöhe (2,04 m Mann Trampenau) durch die Turbinereihen. In der Crunchtime (22:23, 24:24, 25:24, 25:25, 26:25; 26:26) nahm Turbine beim 27 beide und eigenem Aufschlag eine Auszeit zum Luft holen. Dabei fehlte der letzte Atem. Borna ging über 28:27 und einem Fehlangriff der Gäste zum 29:27 zuerst über das 3:0 Ziel. Hurra....

2.Spiel: SV Einheit Borna – SV Pama Freiberg
Bornas Spieler Eberhardt übernahm mit feinem Pinsel die Zuspielerfunktion und die Regie im Spiel gegen Pama Freiberg. Auch Franz im Außenangriff und Wolf auf der Diagonale mussten sich nach der Schonung im ersten Spiel neu in das Mannschaftsbild integrieren. Wolf kam nach der Genesung einer Sprunggelenksverletzung erstmalig zum Einsatz. Alle drei Spielerwechsel fruchteten ohne Leistungsabriss. Die Freiberger blieben unerwartet handzahm und kamen nicht aus sich heraus. Einheit spielte den Stiefel über 07:03, 11:06, 18:08, 22:13, 25:17 routiniert herunter und ging mit Genuss in die Satzpause. Sollten die Universitätsstädter im Ruhemodus verbleiben, oder plötzlich putzmunter zurück kehren? Es blieb vorerst ruhig auf der Gästeseite. Die Gastgeber mit dem Gefühl des sicheren Vorsprungs (09:04, 13:06, 16:10, 20:13) schnell, wild, angstfrei und ausdauernd zum erhofften 2:0 Erfolg. Plötzlich war Pama on fire. Sie kombinierten sich aus einer stabilen Annahme und überzeugter Feldverteidigung heraus zu wichtigen Punkteerfolgen über alle Positionen. Das Match nahm Fahrt auf und Borna entglitt die Spielkontrolle. Bei 21:18 folgte strategisch der Zuspieler- und Diagonalaustausch, um den Spielfluss maßgeblich zu unterbrechen. Es dauerte noch zwei Punkteerfolge zugunsten Pamas, um nicht noch mehr lässig hergeschenkte von der Bornaer Führung abzustreichen (aus 20:13 wurde ein 21:20). Borna hatte bis dato das Spiel im Griff und ließ es dann unvernünftig los. Ein Satzgewinn nach dem Zwischenspurt der Gäste, wäre für den munteren SV Pama nicht ganz unverdient gewesen. Doch Borna überzeugte wie bereits als Gast in Freiberg, in den entscheidenden Aktionen mit brauchbaren Aktionen und der einzig wahren Währung, kleine Spielpunkte zum 25:23. Die Verhältnisse im letzten Durchgang wurden in Satzmitte geklärt. Einheit ging in Front und wollte nichts dem Zufall (02:01, 06:02, 08:05, 10:08) überlassen. Niemetz trat mit dem 10:08 im Rücken zum Aufschlag an und gab erst bei 17:08 wieder ab. Seine Vordermänner zerlegten mit druckvollen Angriffen die Pamaabwehr. Das Spiel bog in die richtige Richtung ab. Auch in der Endphase donnerte Einheit kompromisslos auf die Bälle, hielt die Körper-und Spielspannung und feierte unter Beifall der Fans den 25:17 Satzerfolg und das Spielende. Hurra …. .

Fazit:
Turbine steigt mit dem aktuellen Ligabild und der 02:03 Niederlage Markkleebergs beim Tabellenspitzenreiter Textima Chemnitz in die Bezirksliga Leipzig zurück ab. Schön war das Spiel gegen die Südleipziger nicht, wenige spektakuläre und zeigenswerte Aktionen, teilweise sogar Rumpelvolleyball., doch auch solche Spiele wollen und müssen gewonnen werden. Bornas Fehler kosteten nichts, da auch Turbine (mit Ausnahme der dritten Durchgangs durch Technikfehler maßgeblich mit half).

Die Zuschauer warteten auf das zweite Spiel gegen SV Pama Freiberg. Das Pamaspiel war von Minimalismus geprägt. Einheit ging mit Selbstbewusstsein in das Spiel um den Hinspielerfolg zu wiederholen. Obacht vor Pamas Libero Sebastian Niegel war gegeben. Einheit umspielte ihn gekonnt und setzte damit die Außenangreifer deutlich unter Druck und zwangen sie zu Fehlern.

Abschließender Dank auch an die Einheitfans, Trommler, die Spielerfrauen in der Verpflegungsbox, und sportliche Grüße an die Freunde und ehemalige Einheitspieler um Sebastian Niegel.

Geschrieben von: Stefan Wolf
Es spielten gegen SV Pama Freiberg: Andre Apel (L), Felix Deutscher, Olaf Eberhardt, Matthias Elitzer, Thomas Franz, Thomas Niemetz, Sebastian Schroth (C/T), Jan Tetzlaff, Tom Trampenau, Stefan Wolf.
Es spielten gegen Turbine Leipzig: Andre Apel (L), Felix Deutscher, Olaf Eberhardt, Matthias Elitzer, Thomas Franz, Thomas Niemetz, Sebastian Schroth (C/T), Jan Tetzlaff, Tom Trampenau, Stefan Wolf.
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