Einheit fiel auf und hinten raus dann doch ab (<#field:views#>)

Volleyball, Sachsenklasse West, Herren I

26
Jan
2019
Einheit fiel auf und hinten raus dann doch ab
SV Einheit Borna - SV Chemnitz-Harthau
2:3
25:23, 21:25, 19:25, 25:23, 10:15
SH Borna Ost
25 Zuschauer, 101 Spielminuten
SV Einheit Borna - TSG Markkleeberg von 1903 II 
1:3
22:25, 27:29, 21:25, 21:25
SH Borna Ost
25 Zuschauer, 93 Spielminuten

Der letzte Heimspieltag aus Oktober 2018 endete mit zwei Niederlagen. Mit dem vergangenen Samstag duplizierten sich die Ereignisse, jedoch nicht die Ergebnisse. SV Einheit Borna konnte einen Punkt in die Tabelle eintragen, möglich wären sogar ein oder zwei Zähler mehr gewesen. Der Tabellenspitzenreiter aus Markkleeberg spielt unaufgeregt und ohne großeartige Leidenschaft zum Pflichtsieg. Auch Chemnitz Harthau nahm Punkte aus Borna mit nach Hause. Diese Mannschaft musste überzeugen, zitterte sich in den fünften Satz und schob mit 15:10 zum Auswärtssieg ein.

1.Spiel: SV Einheit Borna – TSG Markkleeberg II
Der Satz- und Spielbeginn folgte mit einer 1:0 Führung für Borna. Thomas Niemetz auf der Diagonalposition, André Manig im Zuspiel, Mittelblock über Mathias Peitzsch und Thomas Naumann, Außenangriff um Sascha Rohberg und Jan Tetzlaff. Ein neues personelles Bild gegenüber den vorangegangenen Spielen.
Die Gäste gehen in Vorhand über 4:5, 4:8 nach drei Bornaer Annahmepatzern zum 6:10. Einheit musste in das Spiel kommen und die Anlaufzeit möglichst kurz halten. Erst der Satzausgleich zum 18:18 (Schnittball durch André Manig) weckte in den Bornaer Reihen Begehrlichkeiten. Gästetrainer Norbert Kleine nahm nach dem 19:18 Rückstand eine Auszeit und mahnte die Seinen. Die moneytime zum Satzende wurde spannend. 20:20, 21:20 infolge Diagonalfackel Niemetz auf die Position sechs der Randleipziger. Mit dem 22:20 ein Netzfehler und die dicke Belohung zum Satzsieg für Borna? Nein! Ein Fehlaufschlag holt Mklbg wieder zum 22:21 zurück. 22:22, 23:23, 23:24. Nichts für die Nerven der Zuschauer und Bornaer Nerven. Gästediagonalspieler Marian Kühn schlug hart und präzise in die Bornaer Reihen. Ein Fehlangriff über die Bornaer Mitte, jenseits der geometrischen Feldabmessungen führt zum 23:25 das Gäste und Satzerfolg Nummer eins.
Widererwartend war der Markkleeberger Sechser gar nicht so stark wie gedacht. Einheit konnte folgen und sich am Ende leider nicht belohnen. Im zweiten Umlauf lag Borna mit 0:1, 0:2, 2:4, 3:5, 4:7, 4:9 zu schnell hinten und verlor relativ zeitig bereits den Anschluss im Satz. Borna kann auf 6:9 verkürzen, über einen clever gelegten Ball durch Sascha Rohrberg und Kuddelmuddel auf der TSG Seite. 7:10, 9:11 zwei dicke Niemetz Blockbälle, knabberten an der Gästeführung. Weiter so und vorwärts. 11:13 große Einheitrochade , Wechsel Zuspiel und Diagonalposition und der erneute Ausgleich zum 17:17. Der 20:20 Blockerfolg über Jan Tetzlaff und Thomas Naumann zwingt die TSG sechs berechtigt erneut in das Timeout. 21:21 Denny Büttner mit einer Glanztat und darauf das 22 beide. 24:23 erster Satzball, 26:25 zweiter Satzball, 26:27 Satzball des Tabellenersten mit einem Aufschlagfehler. Belohnung für Einheit? Mitnichten! 27:28 wieder Diagonalerfolg über Kühn, 27:29 – identisch zum ersten Satz – Borna schlägt über die Mitte und trifft den Parkplatz vor der Halle. Sehr Schade!
Dritter und letzter Satz für den Tabellenprimus? Nicht mit Einheit Borna und dem Wechsel des Gästezuspielers und dessen Partner auf der Außenangriffposition. Borna geht mit 0:1 in den Rückstand. Ein langweiliger Ball fällt ohne Not auf die Einheitseite. Borna muss früh in die Auszeit nach zwei Annahmepatzern zum 1:3. Eine starke Phase zum 6:6 Ausgleich wird auf 6:9 durch uneinige Zuspiele vermasselt. Die TSG Markkleeberg zieht leidenschaftslos über 6:10, 9:13 12:17 an. Borna läuft sich in dieser Spielsituation über den Haufen, da die eigenen Laufwege nicht zueinander passten. Bloß gut! Keiner verletzt. In dieser Phase ein echter Wachrüttler auf der Bornaer Seite. Das Publikum wurde lauter und schob die eigenen Spieler nach vorn. 13:18, 15:19, 17:20, 20:20, 22:21, 23:21, 24:21. Fuchs Denny Büttner spielt vorne und hinten mit allem was er zur Verfügung hat, schließt und schießt zum 25:21 ab. Endlich die Anerkennung des Bornaer Spielvermögens in Form eines Satzerfolg. Die Gäste waren zerknirscht und mussten wieder auflegen und O-Ton Trainer Kleine „den Finger ziehen.“
Der letzte Satz startete mit einer Bornaer Führung. Diagonalspieler Niemetz jetzt im Vollbildmodus zum 2:0 und 3:2. Ein Kräftemessen der beiden wichtigen Spielpositionen. Auch Markkleeberg zog über diese Angriffsreihe nach. Borna hielt den Vorsprung, 5:4, 7:6, 10:9. Der TSG Diagonale verlor die Nerven, möbelte seine Mitspieler verbal auf. Plötzlich rissen die Beklemmungen auf und Markkleeberg zog über 11:13 und 11:14 vorbei. Borna blieb in Griffweite 13:14, 15:17, 17:17, 18:18, 20:21. Jetzt oder nie! Fünfter Satz oder kein fünfter Satz? Markkleeberg macht vier Punkte am Stück und sichert sich den Satz- und Spielerfolg mit 25:21.
Der Markkleeberger Sieg geht völlig in Ordnung. Die Mannschaft hat mit Sicherheit noch mehr Granaten in der Pipeline, musste in Borna nicht alles auspacken. Doch hier und da klemmt es trotzdem. Völlig normal in dieser Liga.

Man of the match in den Bornaer Reihen wurde Einheits Jüngster Toni Scheibner. Er lieferte unter den Habichtaugen seines Opas Dieter, ein Spiel mit Ausrufezeichen. Gute Abwehrtaten im K1, flinke Füße in der Nahsicherung und im K2. Da kann der Großvater stolz sein und seinen Enkel belohnen.

2.Spiel: SV Einheit Borna – Chemnitz Harthau II
SVE musste im zweiten Spiel komplett neu ansetzen und die vermeintliche Pflicht gegen den Tabellensiebten nach der verissenen Kür absolvieren. Harthau steht ebenso hinten drin und ist noch lange nicht durch. Mit dem Auswärtserfolg konnten sie einen ersten Schritt aus der Drohzone machen. Erstaunlich: neue Spielergesichter in den Chemnitzer Reihen, keinesfall unbekannt, jedoch nicht im Hinspiel gegen Borna verfügbar. Teilweise auch mit höherklassiger Erfahrung, hab acht Stellung der Whyrastädter gegenüber dem Chemnitzer Kader.
Borna ging in die Vollen.Hartthau legte vor und konnte konstant mit zwei, maximal drei kleinen Pünktchen den Respektsabstand bis zum Schluss mit 22:21 durchhalten. Doch Einheit blieb bissig, kachelte auf die Bälle und stellt den Satz kurz vor dem Ziel zum 25:23 um. Im zweiten Durchlauf gingen beide Mannschaften parallel durch den Satz, 3:4, 7:7, 11:11, 14:14, 19:20. Irgendwie skurril. Jetzt hatte Harthau den langen Hafer und sicherte sich den 21:25 Satzausgleich. Sollte jetzt das Chemnitzer Aufbegehren starten? Aufbegehren klingt dramatisch, war es im aus Sicht Borna bei 6:13, 13:21, 16:23 auch. Dieser Vorsprung sicherte Chemnitz ohne Gefahr den zweiten Satzerfolg. Eine Anhäufung von vielen Kleinigkeiten trug zur Niederlage bei. Simple Aufschlagfehler, Ungenauigkeiten in der ersten Annahme, Resignation durch den konstanten Rückstand auf die davon eilenden Harthauer. Aber im vierten Durchgang hatte Borna mit dem Satzbeginn alles im Griff und zog auf 10:5 davon. Doch mit andauernder Satzzeit stand der Schlendrian in den Einheitreihen. Immer weniger funktionierte, Chemnitz nahm dankbar an, grüßte von hinten, kam bedrohlich nach und nah über 15:14, 16:16, 18:19, 22:22. Dieser Gleichklang war unheimlich und passte in die Tabellensituation. Einheit zog mit 25:23 dankbar das Tiebreaklos, welches die Spielentscheidung zwingen musste.
Bereits zu Satzbeginn und Seitenwechsel 4:8 war der Käse geschnitten. Harthau hatte die Sonne im Rücken und brachte sich in Stellung zum Spielgewinn. Wichtige Punkte gingen infolge schlechter Annahmen der Bornaer und dicken Blockaktionen auf das Gästepunktekonto. Schnell und präzise auf wurde auf 7:13 aufgebohrt. Der Fleißige sollte am Ende auch den Erfolg ernten. Ein Erfolgsblock der Chemnitzer (10:15) beendete nach 101 Spielminuten das Spiel. Deckel drauf und Schluss aus.

Fazit:
SV Einheit Borna bot in der ersten Partie gegen den Tabellenprimus ein besseres Spiel als in der Hinrunde. Das attestierte auch der Gegner. Die Entwicklung der neuen Mannschaft braucht Zeit, zeigt aber auch Erfolge. Das zweite Spiel war aus Sicht Borna schwieriger, da Harthau auch liefern musste, scheinbar alles an Spielermaterial mitbrachte, um ein richtungsweisendes Spiel erfolgreich zu beenden.

Borna war keinesfalls nur zu Gast zuhause, spielte phasenweise auch qualitativ mit. Am Ende ist jedoch die Kontinuität entscheidend. Wer viele Bälle gewinnt kann auch Spiele gewinnen.

Tabellenplatz acht steht weiterhin. Der Vorsprung der Harthauer vor Borna hat sich auf fünf Zähler vergrößert, bei zwei Spielen weniger.

Abschließender Dank an das Publikum.

Geschrieben von: Stefan Wolf
Es spielten gegen SV Chemnitz-Harthau: Thomas Niemetz (C), Olaf Eberhardt (T), Andre Manig, Mathias Peitzsch, Toni Scheibner (L), Niklas Bohne, Jan Tetzlaff, Sascha Rohrberg, Thomas Naumann, Stefan Wolf.
Es spielten gegen TSG Markkleeberg von 1903 II : Thomas Niemetz (C), Olaf Eberhardt (T), Andre Manig, Mathias Peitzsch, Toni Scheibner (L), Niklas Bohne, Jan Tetzlaff, Sascha Rohrberg, Thomas Naumann, Stefan Wolf.
Kommentare:
27
Jan
2019
14:46

Olaf  

Schade das man das Spiel gegen Markkleeberg schon vor dem Spiel abgehargt hat,die Aufstellung von Markkleeberg war nicht Optiemal .Mit einer gezielteren Aufstellung währe sicherlich mehr drin gewesen.

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