Ein Satz mit X - Erster Heimspieltag Damen I (<#field:views#>)

Volleyball, Bezirksliga, Damen I

05
Sep
2018
Ein Satz mit X - Erster Heimspieltag Damen I
SV Einheit Borna - TSG Markkleeberg von 1903 III
1:3
24:26, 28:26, 15:25, 23:25
Glück-Auf-Halle Borna
10 Zuschauer, 100 Spielminuten
SV Einheit Borna - GLVC 2014
1:3
20:25, 27:25, 18:25, 19:25
Glück-Auf-Halle Borna
30 Zuschauer, 100 Spielminuten

Was bisher geschah...

... die Spielerinnen der ersten Bornaer Damenmannschaft hatten im Trainingslager fleißig an ihren Fähigkeiten gearbeitet und waren heiß auf die ersten Partien der Saison...

... Trainer Franz Schaffranek schlug eine verhängnisvolle Wette ein. Zunächst sei nur soviel verraten: bei erfolgreichem Saisonergebnis sollte er seine Gestalt zum letzten Spieltag deutlich verändern...

... zwei nur einem auserwählten Kreis bekannte Personen, durch dunkle Kleidung und Handtuch auf den langen Haaren verhüllt, schickten in finsterer Nacht eine ominöse Flaschenpost auf die Reise...

Es war also angerichtet. Mit den Damen des GLVC 2014 I und der TSG Markkleeberg III erwarteten wir zwei starke Gegner in der heimischen Glück-Auf-Halle.

Spiel 1 GLVC 2014 I
Der GLVC - ambitionierter Aufsteiger aus Groitzsch - sorgte für einen lautstarken Beginn des Spieltags mit viel Choreografie. Davon nur mäßig beeindruckt zogen Deutsch, Roberger, Schindler, Lungwitz, Kranz und Eisele ihr Spiel auf. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-
Rennen mit starken Spielzügen und einer klitzekleinen Bornaer Führung. Eisele hämmerte den Ball zonennah in die gegnerische Hälfte, Deutsch machte vorn dicht und packte die Murmel gnadenlos auf die noch liegende Groitzscher Abwehr zum 10:9. Wenig später zeigte
Lungwitz ihr beidhändiges Können durch einen gewitzten Angriff mit links ...12:10.
Zwischenzeitlich schlichen sich ein paar Fehler ein und ließen Groitzsch wieder vorbeiziehen, bevor Kranz für den 14:14-Ausgleich mit einem wunderbar auf die Linie gezwirbelten Angriff sorgte. So weit, so gut. Die Claims waren nun abgesteckt, der Gegner beschnuppert. Beim GLVC schritt nun Lena Stötzner zum Aufschlag, brachte unsere Abwehr
in starke Bedrängnis und ihre Mannschaft zum 20:15 in Führung. Der Rest des Satzes ist schnell berichtet: Groitzsch gab selbige nicht wieder her, sondern schickte uns mit dem ersten Satzverlust 20:25 von der Platte.
Auch Satz 2 begann zunächst dicht an dicht. Zuspielerin Roberger machte zwar mit ihren Aufschlägen erst einmal ein paar klare Ansagen, der GLVC dachte aber nicht im Traum daran aufzustecken, sondern arbeitete sich wieder heran, nun bevorzugt auch mit gelegten
Bällen. Auf der Bornaer Seite ließ die Körperspannung noch zu wünschen übrig, bevor Lungwitz schließlich eine harte Sendung in den Groitzscher Briefkasten zum 14:15 zustellte.
Schindler wechselte zum Aufschlag und knallte diesen von der gegnerischen Libera zur Hallenwand... 15:15. Und so ging es munter weiter, bis wir durch einen Aufschlagfehler des GLVC die erste Chance auf einen Satzball bei 24:23 in den Händen hielten.
Erwartungsgemäß gaben unsere Gegnerinnen den letzten Punkt nur widerwillig her, und so sollte es noch bis zum Stand von 27:25 dauern, bis wir uns endlich über diesen Satz freuen konnten.
Im dritten Satz nutzte Trainer Schaffranek seine einzigen beiden Wechseloptionen und brachte Michael für Deutsch und Thomas für Eisele ins Spiel. Erneut konnte sich bis zur Satzmitte keine der beiden Parteien entscheidend in Führung setzen. Mal legte Borna mit
16:12 vor, dann zog Groitzsch zum 19:17 nach. Vor allem die gegnerischen Aufschläge machten uns zu schaffen, während bei uns gefühlt jeder zweite Ball elendig verendete. Und so verbuchte der GLVC, der an dieser Stelle einfach beherzter zugriff, den Satz mit 25:18 für sich.
Satz 4 sollte es nun also für uns richten. Deutsch übernahm nach einer kurzen Irritation in unserer anfänglichen Aufstellung wieder die Mitte für Michael. Beide Mannschaften wollten es nun wissen, lieferten sich lange und mitreißende Ballwechsel. Doch während der GLVC
sich für den Einsatz auch belohnte, wirkten wir stellenweise wie schaumgebremst. Beim Stand von 10:14 flackerte die Bornaer Flamme noch einmal auf, bevor unsere Gegnerinnen wieder das glücklichere Ende für sich verbuchen konnten, direkt gefolgt von einem As.
Heranarbeiten konnten wir uns nicht mehr. Bei 19:25 war Schluss und die erste Niederlage im Kasten.

Spiel 2 TSG Markkleeberg III
Im zweiten Spiel des Tages stand uns die dritte Markkleeberger Damenmannschaft gegenüber - ein erfahrenes Team, das jedoch seit der letzten Saison viele personelle Veränderungen erleben musste.
Auf Bornaer Seite nahmen Roberger, Schindler, Lungwitz, Kranz, Thomas, Michael und Franz die Geschicke in die Hand und legten zum 16:13, 21:18 und letztendlich 24:23 vor. Der
Satz war zum Greifen nah ... und flutschte uns doch durch die Finger. Vom Glück geküsste Randleipzigerinnen rissen das Ding in letzter Sekunde mit 26:24 an sich. Na super, fing ja gut an!
Markkleeberg schien nun warmgespielt zu sein und rannte auch in Satz 2 vorneweg, wir immer drei bis sechs Punkte hinterher. Auch die beiden Auszeiten bei 4:9 und 10:17 brachtenkeinen entscheidenden Durchbruch. Wir spielten einfach nicht zwingend genug, hatten
Abstimmungsprobleme, waren bei 18:21 immer noch hinten. Das war der Moment, als Michael ihre hundert Jahre Volleyballerfahrung mit zum Aufschlag nahm und Markkleebergs Trainer Jörg Menzel dazu zwang, zwei Auszeiten und einen Wechsel zu verballern. Erst beim
Stand von 24:22 aus Bornaer Sicht gelang es der TSG, den Punkt wieder für sich zu entscheiden. Zum Ende hin wurde es zwar noch einmal knapp für uns, doch schließlich holten wir uns mit 28:26 den Satz ins Körbchen.
Nach diesem Nervenkitzel-Krimi stiegen Eisele für Schindler und Deutsch für Michael wieder ins Geschehen ein. Erneut war bis zum Stand von 13:14 alles möglich. Doch gefühlte hundert Bornaer Aufschlagfehler und ein abgezockterer Gegner ließen alle Freude verpuffen.
Satz 3 darf mit 15:25 bitte schnell vergessen werden.
Anders sollte der vierte Satz verlaufen. Lungwitz knallte starke Aufschläge übers Netz, die Deutsch mit Hilfe der gegnerischen Abwehr mehrfach durch Hammerangriffe veredelte.
Thomas verwandelte einen nahezu unmöglichen Ball ... Werbung beim Stand von 10:4. Und weiter ging die wilde Fahrt! Lungwitz servierte souverän weiter, Deutsch bearbeitete die Markkleeberger Schnittstellen zum 12:4. Unsere Gegnerinnen konnten sich erst bei 13:5 aus
dem Klammergriff lösen, ackerten sich nun wieder heran. Noch blieb Borna in Führung.
Eisele sendete einen geschickten Gruß auf den Markkleeberger Marktplatz zum 19:16. Auch Kranz hämmerte wieder verstärkt auf den Ball. Doch ach, bei 21:21 war aller Vorsprung verspielt. Die TSG nutzte unseren Block ... 21:22, wir kamen dem Netz zu nah ... 21:23,
Thomas ́ Angriff flirtete mit der Antenne ... 21:24, Matchball Markkleeberg ... verschlagen!
Dieser Satz war nichts für Herzpatienten. Der letzte Ballwechsel erstreckte sich scheinbar endlos, es wurde gekämpft, geackert, gebissen... und verloren. Mit 23:25 schenkten wir
diesen Satz her und schickten den zweiten Gegner des Tages glücklich und zufrieden nach Hause.

Fazit
Die Ziele waren und sind eindeutig andere. Sicher waren beide Gegner nicht zu unterschätzen, doch bei uns ist eindeutig noch Luft nach oben. Trainer Franz Schaffranek hat in den nächsten Wochen einiges zu tun, um die Fehlerquellen, die heute zu Tage traten, abzustellen. Wir selbst müssen diesen Dämpfer so schnell wie möglich abschütteln ...
nachdem wir kräftig in die Tischkante gebissen haben.

Es spielten gegen GLVC 2014 I: Thomas, Lungwitz, Michael, Schindler, Kranz, Deutsch,
Eisele, Roberger
Es spielten gegen TSG Markkleeberg von 1903 III: Thomas, Lungwitz, Michael, Franz,
Schindler, Kranz, Deutsch, Eisele, Roberger

Geschrieben von: Lena Michael
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