Die Wildcats zeigten Zähne (<#field:views#>)

Volleyball, Testspiel, Damen I

26
Aug
2017
Die Wildcats zeigten Zähne

Zusammenfassung
SV Einheit Borna - FSV Wildcats Reichenbach
4
:
1
25
:
19
27
:
29
25
:
16
25
:
23
25
:
12
 
 
 
Testspiel
Glück-auf-Sporthalle Borna
24 Aug 2017
5
Zuschauer
108
Minuten
Am vergangenen Donnerstag reisten die Wildcats Reichenbach zum Testspiel in den Leipziger Süden. Dabei überraschten uns die Gäste um Trainer Frank Sommer mit prickelndem Fruchtsecco und einer Riesenpackung Schokoküsse. Vielen Dank für die nette Aufmerksamkeit! Sportliche war es für Einheit ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Saisonstart, zumal der Auftritt gegen die TSG Markkleeberg für Sorgenfalten bei Trainer Sebastian Schroth sorgte. Nach einer schwachen Leistung hieß es nun durchschütteln und mit neuem Elan starten. Nächster wichtiger Höhepunkt ist dann das 5. Glück-auf-Turnier, bei dem Klupsch & Co einen Podestplatz erreichen wollen.

Mit neuem Schwung ging es in den ersten Satz. Nach einer längeren Pause konnte Claudia Göbel wieder mitmischen und ihr Können auf der Diagonalposition zeigen. Ebenso konnte Urlaubsrückkehrerin Christin Bobilow ihren Platz auf der Mittelblockposition einnehmen. Schon im ersten Satz bewiesen die Reichenbacherinnen Kämpferqualitäten und brachten ihre Hauptangreiferin immer wieder mit schnellen Pässen in Stellung. Einheit hielt dem Druck stand und punktete vor allem über Gaby Woithon. Mit guten Blockaktionen von Christin Bobilow wurde der Satz zum 25:19 finalisiert.

Gleich zu Beginn des zweiten Satzes gab es einen Schockmoment. Bei einer Netzaktion verletzte sich eine FSV-Spielerin am Knöchel und wurde von der SMH ins Krankenhaus gebracht. Wir wünschen ihr an dieser Stelle eine schnelle Genesung. Die Wildcats waren nur mit sieben Spielerinnen angereist, mussten umstellen und waren kurzzeitig außer Tritt. Borna nutzte das zur 8:1 Führung, wurde leichtsinnig und verlor gegen immer druckvoller spielende Wildcats die Spielkontrolle. Viele direkte Annahmefehler und mangelnde Effizienz im Angriff machten es Reichenbach leicht zu punkten. Durch eine miserable Feldabwehr glich der FSV mit einem 27:29 zum 1:1 aus.

Trainer Schroth äußerte in der Pause seinen Unmut und brachte mit Sandra Stockmeier, Ina Wildführ und Maria Mateev frische Kräfte. Durch mehr Aufschlagdruck von Klupsch, Woithon und Richter wackelte die Annahme der Gäste. Immer in Führung liegend setzte Klupsch vor allem auf Wildführ, die ein ums andere Mal druckvoll punktete. Mit einem ungefährdeten 25:16 ging es in die Satzpause.

Mit dem Wechsel aufs Molten-Spielgerät verschärfte sich erneut die Annahmesituation. Zu allem Überfluss schwächelte auch der Angriff und man merkte der sonst zuverlässigen Christin Bobilow die fehlen Spielpraxis an. Zwischenzeitlich lag Einheit haushoch mit 12:20 zurück. In der folgenden Auszeit wurden klare Worte gesprochen. Die angestachelte Kapitänin Klupsch pushte ihr Team nach vorn. Stark war die erste Aufschlagserie von Woithon, die jetzt in der Feldabwehr glänzte, den Ball mehrfach im Spiel hielt und so über Stockmeier druckvoll abgeschlossen werden konnte. Beim 16:23 war es dann Jessika Richter, die Nervenstärke bewies und mit platzierten Aufschlägen die Grundlage zur Aufholjagd schaffte. Am Netz punkteten Stockmeier und Wildführ mit viel Einsatz zuverlässig. Nach dem erfolgreichen Comeback zum 25:23 gab es Lob vom Trainer.

Im fünften und letzten Durchgang agierten die Liberas Alexandra Kulik und Mateev im Wechsel zwischen K1 und K2 und zeigten eine tadellose Leistung. Kulik agierte nervenstark und stabil in der ersten Annahme, Mateev mit viel Einsatz in der Feldabwehr. Bei Einheit lief jetzt alles rund und beim FSV schwanden zusehends die Kräfte, es fehlte an Genauigkeit und die Hauptangreiferin wurde nicht mehr so gut in Stellung gebracht. Klupsch forcierte jetzt das Spiel über Göbel, die mit mehr Zug im Angriff agierte und druckvoller abschloss. Und auch Klupsch zeigte mehr Feldabwehrqualitäten, ließ weniger Bälle durch und ermöglichte das Feldzuspiel über Libera Mateev. Der Satz ging am Ende ungefährdet mit 25:12 an Borna.

Fazit: Vielen Dank an die Wildcats aus Reichenbach für die Anreise nach Borna. Wir erlebten eine äußerst sympathische Gastmannschaft, der wir viel Glück und Erfolg in der Sachsenklasse wünschen. Wir hoffen, dass die verletzte Spielerin schnell zurückkehrt. Neben dem mentalen Mehrwert, gab es auch sportliche Erkenntnisse. Trainer Sebastian Schroth sah eine Steigerung zum Markkleeberg-Spiel. Vor allem im ersten, zum Ende des vierten und im fünften Satz war er mit der gezeigten Leistung im Wesentlichen zufrieden. Zwischendrin gab es jedoch Phasen, die einer erfahrenen Mannschaft wie unserer nicht passieren dürfen. Da fehlen Fokus und Zielstrebigkeit. Es gibt also noch viel zu tun!

Geschrieben von: Sebastian Schroth
Es spielten: Maxi Klupsch (C), Ina Wildführ, Claudia Breitkreuz, Claudia Göbel, Maria Mateev (L), Christin Bobilow, Sandra Stockmeier, Gaby Woithon, Jessika Richter und Alexandra Kulik (L).
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