Damen I: Derby-Krimi - Auswärtsspiel gegen GLVC2014 (<#field:views#>)

04
Mrz
2019
Derby-Krimi - Auswärtsspiel gegen GLVC2014

Für die Bornaer Damen stand am vergangenen Wochenende mit dem Derby in Groitzsch ein wichtiges Spiel an.
Wiedergutmachung war gefordert, denn wir hatten nicht nur vor gut einem Monat eine reichlich traurige Figur in Markkleeberg abgegeben, sondern uns auch im Hinspiel vom Groitzscher Team in unserer eigenen Halle reichlich Butter vom Brot nehmen lassen.
Daher ließen wir im Vorfeld der Partie nichts unversucht... vereinzeltes Höhentraining mit Langlauf und Bogenschießen, die Auswahl äußerst entscheidender Glückssocken und ein wunderbares Training gemeinsam mit unserer Herrenmannschaft sollten die Erfolgsquote steigern. Doch auch unsere Gegnerinnen waren sich der Brisanz des Spiels bewusst und stiegen trotz des derzeit in der Gegend grassierenden Karnevals konzentriert und motiviert in den Ring.
Wie schon im Hinspiel galt der Beginn des ersten Satzes erst einmal dem gegenseitigen Abtasten. Zunächst zog der GLVC mit starken Aufschlägen zum 5:1 davon, doch wir ließen uns nicht beirren, zogen souverän unser Spiel auf und kämpften uns bei 4:5 wieder auf Schlagweite heran. Die Annahme funktionierte gut, Aufschlag- und Durchschlaghärte waren passabel. Dennoch behielten die Groitzscher Damen immer ein bis zwei Punkte Vorsprung. Beim Stand von 14:16 übernahm Lungwitz den Service und servierte bis zum 20:16 ein paar deftige Backpfeifen für die gegnerische Abwehr. Doch den ehrgeizigen und bissigen Aufsteiger sollte man nicht zu früh abschreiben... der GLVC holte uns bei 21:22 beinahe noch einmal ein, bevor wir den Satz mit 25:21 abräumten. Was für ein Beginn!
Davon durfte es gern mehr sein.
Also startete der unveränderte Sechser in Satz Nummer zwei. Bis zum 7:8 war alles fein. Doch nun griffen die Bornaer Rädchen nicht mehr ineinander. Die Aufschläge entwickelten sich serienweise zum Rohrkrepierer. Die anfängliche Sicherheit ging flöten, und der GLVC machte uns über seine turmhohen Außenangreiferinnen das Leben schwer. Trainer Franz schliff in den Auszeiten einiges nach und wechselte, was das Zeug hielt... jedoch ohne Erfolg. Groitzsch eilte zum Stand von 16:10 und 21:16 davon und entglitt uns endgültig bei 25:18.
Mund abwischen, weitermachen!
Im dritten Satz legten wir ordentlich vor, gaben Gas und setzten uns zum 4:1 und 10:5 ab. Deutsch griff auf ihren Glückssocken und auf ihrer alten Mittelblockposition ins Geschehen ein... Krawall und Remmidemmi! Beim Stand von 14:10 hatte der GLVC beide Auszeiten verbraten, wir fieberten schon dem einen sicheren Punkt entgegen, auf den Rängen hörte man die Grillen zirpen... aber ach...Stück für Stück arbeiteten sich unsere Gegnerinnen heran, krallten sich bei 14:15 fest, um dank starker Aufschläge zum 21:15 an uns vorbeizuheizen.
In diesem Satz war nicht mehr viel für uns zu holen, außer drei kleinen Punkten und der Gewissheit, dass wir den Schlüssel für die Blocktür gefunden hatten.
In Satz Nummer vier machten wir selbige immer wieder zu, dicht, dunkel. Da entgleiste so mancher GLVC-Gesichtszug, während wir endlich zurück in die Spur fanden. Vor allem Winklers hammerharte Aufschläge setzten der Groitzscher Abwehr des Öfteren die Narrenkappe auf und brachten uns beim Stand von 9:6 eine schöne Drei-Punkte-Führung ein, die wir nun auch nicht wieder hergaben. Lungwitz, die schon eine Weile mit den Hufen gescharrt hatte, packte all ihre Energie zusammen und knallte das Spielgerät in die Groitzscher Zone. Auch Eisele holte die Keule raus... ihre Angriffe sind einfach umwerfend. Kranz hatte mit Michaels - sagen wir mal - eigenwilligen Zuspielideen ihre Not und machte doch immer wieder eine Tugend daraus. Kurz: es lief wieder. Beim Stand von 17:14 ergriff erneut Winkler den Ball und verwandelte den kleinen Vorsprung in einen riesigen. Lediglich die Satzball-Verwertung könnte man noch etwas optimieren. Der letzte Punkt zum 25:15 war ein klassischer Eisele: aus unmöglichstem Winkel über die gesamte Netzbreite in die Zone gezirkelt. Was für ein Ding! Nun waren alle wach.
Erfreut hüpften wir in den Tie-Break. Hier konnte unser Gegenüber deutlich mehr Erfahrung aus der aktuellen Spielzeit vorweisen, doch auch wir blieben dran am Speck... 6:6... 9:9... hart erkämpfte Bälle auf beiden Seiten, Trainer, die nach Beruhigungstabletten griffen, gebannte Zuschauer... 11:13 Rückstand, Aufschlagfehler Groitzsch. Kranz schritt nun für Borna zum Aufschlag, hatte im Satz zuvor jeweils einen sicheren Punkt für Groitzsch fabriziert, lieferte nun blitzsauber ab und setzte ein Sahnehäubchen-As oben drauf.
Schluss mit Fasching!
Denn spielen die Mädchen noch so spitze, kriegen sie doch auf die Mütze... tätä, tätä, tätä!

Fazit
Überglücklich und ein bisschen stolz marschieren wir aus dieser so wichtigen Partie. Das war keine Selbstverständlichkeit, hier Punkte mitzunehmen, und wir freuen uns wie Bolle. Mit dem aktuellen Spieltag sind wir wieder an das restliche Feld herangerückt, wobei es in der Tabelle nach wie vor eng zugeht. Der Drops ist noch nicht gelutscht. Wir bleiben dran und stürzen uns gleich wieder in die Arbeit, damit der Schwung erhalten bleibt.
Wir sind - EIN TEAM!

Es spielten: Thomas, Lungwitz, Michael, Franz, Lehmann, Winkler, Kranz, Deutsch, Eisele, Arendholz, Noll

Geschrieben von: Lena Michael
Kommentare:
10
Mrz
2019
12:38

Ralf J. Eisner  

Gratulation! Sehr erfrischend geschrieben. Weiter viele Erfolge.

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