Damen I: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze (<#field:views#>)

18
Nov
2019
Der Pokal hat seine eigenen Gesetze

Das gibt zwar fünf Euro ins Phrasenschwein, aber das ist es uns wert, die alte Weisheit des Otto „Rehakles“ Rehagel zu zitieren... und vor allem, diese Erfahrung nun mit den Damen des Krostitzer SV I zu teilen.
Vor nicht allzu langer Zeit hatten die uns an unserem ersten Heimspieltag ordentlich nass gemacht, nun standen wir uns in der ersten Pokalrunde gegenüber.
Der große Wunsch nach Vergeltung lag in der Luft... Wir legten los wie die Feuerwehr und beschäftigten unsere Gegnerinnen mit starken Aufschlägen und einer von der Kette gelassenen Kranz. Beim Stand von 11:3 und 12:4 musste sich Krostitz erstmal die Augen wischen, ob das wirklich die SV Einheit-Damen aus ihrer Erinnerung waren. Zur Mitte des Satzes schlich sich eine kurze Nervositätskrise ein, doch der Vorsprung war groß genug, um bis zum 25:17 durchzuziehen.
Satz zwei begann nervös. Wir hatten einige Probleme mit den Aufschlägen der gegnerischen Nummern 14 und 16. Erst bei 9:12 gelang uns endlich der Zugriff, und wir zwangen Krostitz zu Fehlern und Auszeit. Unsere Annahme konnte nun endlich stabilisiert werden, so dass es ab Satzmitte in einem knappen Duell bis zum glücklichen Ende für uns weiterging... 28:26.
Stark begannen wir auch im dritten Satz. Deutsch, die ihre vorzeitige Alterung auf dem heimischen Sofa zugunsten unserer kleinen Ballsportgemeinschaft abgesagt hatte (sehr, sehr knorke), knallte Krostitz gleich den ersten Angriff volle Grütze auf die Mütze. Den zweiten legte sie urst gegurkt auf den gegnerischen Marktplatz. Ofiera agierte derweil gnadenlos von der Grundlinie aus. Franz zeigte starke Rettungstaten mit anschließender formschöner Rolle auf ihrer Liberaposition, während Kranz erneut eindrucksvoll punktete, diesmal aus dem Hinterfeld. Doch wieder brachten uns die Aufschläge der Krostitzer Nr. 16 ins Wanken. Bei 19:22 wurde die Kimme eng und der Trainer unansprechbar zornig. Noch zwei Aufschlagfehler, eine kurze Abwehrtat dank Lungwitz‘ Lufthoheit, ein trockener Krostitzer Leger, und wir waren den Satz bei 22:25 los.
Als der vierte Satz eher lethargisch und unmotiviert begann, war es wieder Kranz, die mutig voranging, kreativ den Block in ihre Angriffe einband und direkt ein As am Aufschlag hinterherschickte... 8:9. Nun wurde auch der Rest nochmal wach: Ofiera verteilte feinste Pässe, Lungwitz punktete über Mitte, Deutsch packte einen Dankeball in die Krostitzer Lücke und servierte sieben Aufschläge in die goldrichtige Richtung. Wir waren wie entfesselt. Bei 22:14 präsentierte Kranz einen astreinen Juri. Deutsch legte mit einem knallharten As nach. Den Schlusspunkt durfte Salomo voll in die Zone setzen... 25:15, eine Demonstration der eigenen Fähigkeiten und eine Erleichterung fürs Gemüt.

Im zweiten Spiel hatten wir die Damen der LeiLo Volleys vor der Brust... eine Kooperation aus TSV Lobstädt, TSV Rackwitz, PSV Leipzig, die sonst in der 2. Bezirksklasse aufspielen.
Viel ließen wir hier nicht anbrennen, sondern beendeten Satz 1 mit 25:10, als Michael sensationelle 13 Punkte am Aufschlag einkassierte. Danach erneut einige Wackler im zweiten Satz, den wir dann aber glücklicherweise bei 25:19 in den Griff bekommen haben, und zum Abschluss ein erneuter 25:10-Satz... wir essen zeitig.

Fazit:
Damit ist die Ehre wiederhergestellt, das Selbstbewusstsein aufgepäppelt und das Wochenende gerettet. Dafür steht nun ein weiterer Termin im Saisonkalender, nämlich der 18.01.2020, wenn wir im Viertelfinale auf die Damen des TSV Leipzig 76 III und der L.E. Volleys III treffen.
Wir freuen uns schon!

Es spielten gegen Krostitzer SV: Deutsch, Lungwitz, Michael, Franz, Lehmann, Ofiera, Kranz, Klenner, Salomo, Schindler

Es spielten gegen LeiLo Volleys: Deutsch, Lungwitz, Michael, Franz, Lehmann, Kranz, Klenner, Salomo, Schindler

Geschrieben von: Lena Michael
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