Befreiungsschlag im Abstiegskampf (<#field:views#>)

Volleyball, Regionalliga Ost, Damen I

28
Jan
2018
Befreiungsschlag im Abstiegskampf

Zusammenfassung
SV Einheit Borna - USV Jena
3
:
1
24
:
26
26
:
24
25
:
20
25
:
19
 
 
 
 
 
 
Regionalliga Ost
Glück-auf-Sporthalle Borna
28 Jan 2018
115
Zuschauer
106
Minuten
Nach zweiwöchiger Spielpause und dem Kürprogramm gegen Erfurt Electronic und Dresden wurde es im Heimspiel gegen Jena ernst. Die Wochen der Wahrheit starten und entscheiden über den Ligaverbleib. Das erste der drei 6-Punkte-Spiele sollte sich wie im Abstiegskampf üblich spannend gestalten und Einheit alles abfordern. Wie es in solchen Momenten üblich ist, gesellt sich noch Pech hinzu. Claudia Breitkreuz hatte mit einer hartnäckigen Hüftmuskelzerrung zu kämpfen, erklärte sich aber bereit ihr Team im wichtigen Spiel zu unterstützen.

Der erste Satz startete wie ein Horrorfilm. Nach Aufschlagfehler zündete Jena mit Dominique Pfannschmidt im Aufschlag eine Fackel und eilte bis auf 0:9 davon. Einheit war noch nicht auf Betriebstemperatur und konnte nur unglücklich reagieren statt druckvoll zu agieren. Mit Gaby Woithon und Sandra Stockmeier wurde Jenas Annahmeriegel erstmals unter Druck gesetzt und der Abstand schrumpfte gehörig. Beim 10:13 war unser SVE in Reichweite. Druckvolle Angriffe von Woithon und Bobilow sorgten für Zuversicht und erste Sorgenfalten bei Jenas Trainer Gregor Bienkowski. Einheit hatte den Kampf über Stockmeier und Kulik erfolgreich angenommen und stellte einen immer besseren Block gegen die gefährlichen Angriffe von Pfannschmidt. Beim 15:18 kam die aufschlagstarke Jessika Richter ins Spiel und wurde der Erwartung an der Aufschlaglinie gerecht. Mit 19:18 gab es die erste Führung des Satzes. Nun ging es hin und her, beide Teams schenkten sich nichts. Claudia Breitkreuz kam beim 21:22 ins Spiel, die Hüfte hielt und die Annahme kam sicher ans Netz. Ein starker Block von Ina Wildführ und Bobilow brachte Satzball beim 24:23. Der USV blieb bissig, wollte den gelungen Auftakt über das Ziel retten. Vorteil Jena beim 24:26.

Schade, schade! Der mentale Vorteil der Aufholjagd blieb ungenutzt. Jena hatte das Quäntchen Glück mehr auf seiner Seite. Einheit roch Lunte, drehte den Spieß rum und ging 7:0 in Führung. Einheit-Coach Sebastian Schroth appellierte die Führung nicht leichtsinnig herzugeben. Einheit blieb über 10:6 und 13:6 spielbestimmend und punktete immer wieder druckvoll über Bobilow. Alles schien seinen Lauf zum Ausgleich zu nehmen. Doch plötzlich riss der Spielfaden. Jenas Zeisig servierte schmerzvoll in den Bornaer Annahmeriegel. Jegliches Umstellen verpuffte und brachte nicht den gewünschten Effekt. Nun kamen Breitkreuz und Göbel ins Spiel, um den Jenaer Spielfluss zu stören. Nix half und plötzlich lag Einheit mit 13:15 in Rückstand. Diese Negativserie wurde bestens weggesteckt. Libera Kulik und Breitkreuz spielten fortan ein sauberes Sideout. Jena gelang nur noch ein einziges Break und im K2 stand der Block um Constanze Thomas immer besser. Zuspielerin Klupsch verteilte die Bälle variabel und fand in Woithon und Göbel dankbare Abnehmer. Über ein umkämpftes 23:22 und 24:24 gelang mit dem 26:24 der verdiente Satzausgleich.

Das war Abstiegskampf pur! Beide Teams hätten bereits jetzt mit 2:0 führen können. Beide Mannschaften zeigten Nerven und es unterliefen neben kämpferischen Einlagen auch viele einfache Fehler. Der dritte Satz startete mit Klupsch im Aufschlag vielversprechend. Die 4:0 Führung gab leider keine Sicherheit und Jena glich zum 4:4 aus. Überhaupt zeigte Einheit Nerven beim Aufschlag und nutzte sein Potential nicht. Zum Schluss wurden ganze 17 Aufschlagfehler seitens der Bornaerinnen registriert. Doch das brachte Klupsch & Co nicht vom Glauben ab das Spiel zu gewinnen. Viele Ungenauigkeiten zierten das Spielgeschehen bis zum 12:12. Wahnsinn was beide Teams hier aus unmöglichen Situationen herausholten. Trotz erfolgreichem Aufschlag zum 16:14 musste Thomas der aufschlagstärkeren Richter weichen. Und siehe da, der Plan ging auf. Richter servierte gewinnbringend und wehrte einen harten Angriff von Zeisig punktgenau ab. Woithon warf in der K2-Situation alles in eine Waagschale und punktete zuverlässig. Das 19:14 fühlte sich gut an. In der Folge gelang Jena kein Break mehr über die Aufschlagsituation und zwei Rotationsfehler spielten Einheit beim 25:20 in die Karten.

Mit der Satzführung im Rücken sollte der Bock nun umgestoßen werden. Einem unnötigen Eigenfehler folgten starke Klupsch-Aufschläge zum 4:1. Doch Jena ließ sich nicht abschütteln und versuchte mit Pfannschmidt im Außenangriff den Druck nochmal zu erhöhen. Der Schlüssel zum Erfolg war eine stabile Sideoutsituation um Libera Kulik, die auch taktisch kluge Aufschläge seitens Jena mit viel Einsatz erfolgreich verteidigte. Beide Seiten kämpften mit allen Mitteln gegen den Satzverlust, der für Jena final wäre. Beim 10:11 wechselte abermals Klupsch zum Service, die sich in diesem Element immer mehr steigerte. Ihre quirligen Floats verunsicherten Jenas Annahme zusehends. Die im Spielverlauf eingewechselte Breitkreuz biss auf die Zähne und sorgte für ein stabiles Aufbauspiel mit mutigen Angriffen. Der gewohnte Wechsel Richter für Thomas beim 16:15 sollte sich abermals lohnen. Einen verunglückten USV-Ball blockte Richter ab und servierte gefährlich zum 18:15. Die Grundlage für den weiteren Erfolg war eine konstante Annahme kombiniert mit effektiven Angriffen. Beim 22:19 wechselte Klupsch zur finalen Aufschlagserie. Längst auf ihrem gewohnten Aufschlagniveau angekommen agierte sie erfolgsorientiert und Einheit profitierte von einfachen USV-Fehlern. Beim 25:19 spielte das keine Rolle mehr und die Erleichterung war bei allen Beteiligten nach diesem kräftezehrenden Erfolg zu spüren.

Fazit von Trainer Sebastian Schroth: Das war heute nichts für schwache Nerven! Beiden Teams hat man angemerkt wie wichtig dieses Spiel ist. Neben leidenschaftlichem Kampf und tollen Aktionen gab es auch viele Fehlaufschläge und unerzwungene Fehler. Abstiegskampf ist nicht leicht und die Nerven liegen blank. Umso erfreulicher, dass meine Mannschaft dieses wichtige Spiel gewinnen konnte. Gemeinsam mit 115 Fans im Rücken wurde auch nach dem desaströsen 0:9 Start im ersten Satz nicht aufgegeben und an die Siegchance geglaubt. Einen Sahnetag erwischte erneut Christin Bobilow, die am Netz nicht zu stoppen war. Ideal eingesetzt von Maxi Klupsch verwandelte sie fast jede Angriffschance, einmal knallhart und dann wieder gefühlvoll. Angriffsstark agierte Erfahrungsträgerin Gaby Woithon, die den Jenaer Block vor einige Rätsel stellte. Ganz in den Dienst der Mannschaft stellte sich Claudia Breitkreuz, die trotz Hüftzerrung im Laufe des Spiels ihre Frau stand, sehr stabil annahm und im Angriff immer wieder die entscheidende Lücke fand. Libera Alexandra Kulik steigerte sich im Spielverlauf immer mehr und entschärfte taktisch kluge Jenaer Aufschläge mit viel Einsatz und Präzision zur Bornaer Zuspielerin. Alle waren erleichtert über diesen wichtigen Sieg und jubelten ausgelassen. Doch noch ist der SVE-Dampfer nicht im sicheren Hafen. Mit dem TSV Leipzig 76 wartet am kommenden Samstag der nächste Konkurrent um den Klassenerhalt. Auch dann heißt es wieder Abstiegskampf im wichtigen 6-Punkte-Spiel. Bis dahin - Horrido!!!

Geschrieben von: Sebastian Schroth
Es spielten: Maxi Klupsch (C), Ina Wildführ, Laura Wünsche, Claudia Breitkreuz, Claudia Göbel, Christin Bobilow, Sandra Stockmeier, Gaby Woithon, Jessika Richter, Constanze Thomas und Alexandra Kulik (L).
Kommentare:
21
Feb
2018
10:59

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